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Ortsrat begrüßt Geschwindigkeitsreduzierung an der Wallstraße / Gefahr nach Sanierung erwartet

Tempo-30-Zone für Grundschüler-Sicherheit

Bad Münder (jhr). „Tempo 30 vor Schulen“ heißt es im Verkehrskonzept der Stadt Berlin – Tempo 30 vor der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule könnte in Bad Münder schon bald Realität werden. Der Antrag dazu kommt allerdings nicht von der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule selbst, sondern von der Grundschule Bad Münder – weil die Wallstraße ein wichtiger Teil des Schulwegs vieler Grundschüler ist.

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Die Vertreter der Grundschule begründen ihren Antrag damit, dass Kinder, die im Bereich des Südfeldes oder der Süntelstraße wohnen, für einen sicheren Schulweg die Wallstraße nutzen, um die Angerstraße an der Fußgängerampel auf Höhe des ehemaligen Extra-Marktes überqueren zu können. Um auch die Wallstraße sicher überqueren zu können, sollen die Kinder der Empfehlung der Grundschule und damit den „gelben Füßen“, die in Zusammenarbeit mit der Polizei Bad Münder am Fahrbahnrand auf Höhe der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule aufgesprüht wurden, folgen.

Bislang sorgt die klamme Stadtkasse dabei unbeabsichtigt für Sicherheit: Weil die Straße mit ihren zahlreichen Schlaglöchern in einem desolaten Zustand ist, fahren Autofahrer langsam – schon den eigenen Stoßdämpfern zuliebe. Allerdings wird die Straße in den kommenden Wochen saniert und erhält auch einen neuen Fahrbahnbelag, und damit wird nach Einschätzung der Grundschulleitung auch das Tempo der Autos und damit die Gefährdung der Kinder in diesem Abschnitt höher. „Es ist zu erwarten, dass die Autos, die die Wallstraße nach Ende der Baumaßnahmen nutzen, mindestens Tempo 50, vermutlich sogar höhere Geschwindigkeiten einnehmen“, erklärt Rektor Christoph Schieb.

Im Ortsrat der Kernstadt wurde jetzt begrüßt, was Vertreter der Grundschule und des Bauamtes der Stadt bei einem Ortstermin als sinnvollste Maßnahme zur Sicherung des Schulweges erkannt hatten: Die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich der Wallstraße zwischen Süntelstraße und Angerstraße.

Ebenfalls positiv wurde vom Ortsrat die Empfehlung aufgenommen, zwei Schulkindfiguren mit Reflektoren aufzustellen, um Autofahrer für die Gefahr plötzlich die Straße überquerender Kinder zu sensibilisieren. Positive Erfahrungen mit einer solchen Figur wurden im Bereich des Fußgängerüberweges auf der Wermuthstraße gemacht.

Hier sollen Grundschüler die Straße überqueren: gelbe Füße an der Wallstraße.

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