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Breitband-Ausbau kurz vor dem Start

Telekom nimmt „weiße Flecken“ jetzt in Angriff

Bad Münder (jhr). Keine 50 Kilometer entfernt wurde gerade bei der CeBIT eine Woche lang über „Datenturbos“ und den Weg in die Gigabit-Gesellschaft gefachsimpelt – in den münderschen Ortsteilen wären viele Einwohner bereits froh, wenn sie den Online-Stream der Nachrichten flüssig am Rechner verfolgen können. Doch eine Verbesserung der Situation steht unmittelbar bevor: Die Telekom beginnt mit der Beseitigung der „weißen Flecken“ im Bereich Bad Münder.


„Bis Ende des Jahres sind wir damit durch“, kündigt Telekom-Pressesprecher Dr. Lorenz Steinke an. Das Unternehmen hat den Zuschlag zur Beseitigung der „weißen Flecken“ auf der Karte der schnellen Internetversorgung im „Cluster 3 Südniedersachen“ erhalten, zu dem auch Bad Münder gehört. Die Netzerweiterung gehört zum landesweiten Breitband-Ausbau. Wo es möglich ist, sollen die Haushalte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 MBit angeschlossen werden, mindestens 3 MBit sollen es aber überall werden, kündigt Steinke an. Dazu werde in den meisten Fällen auf den Ausbau des Glasfasernetzes gesetzt, nur in Einzelfällen werde auf Funk-Lösungen wie UMTS ausgewichen. „Das wird vorrangig in Gebieten passieren, in denen nur vereinzelt Häuser stehen“, sagt Steinke. Schließlich müsse auch im Privatkundenbereich die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden – ein Kilometer Ausbau mit Glasfaserkabel koste rund 50 000 Euro.

Bei der Stadtverwaltung steht Dirk Hitzemann in engem Kontakt mit der Telekom – er weiß, über welche Routen einzelne Ortsteile mit schnelleren Datenleitungen versorgt werden sollen. Hamelspringe und Bakede werden beispielsweise von Bad Münder aus erschlossen. „Von der Georgsstraße aus“, weiß Hitzemann. Die Leitung soll entlang der Süntelstraße, dann Richtung Bahnhof Hamelspringe und weiter entlang der K 72 nach Hamelspringe und dann nach Bakede verlaufen.

Ebenfalls vorgesehen ist der Ausbau in Beber und Rohrsen – allerdings aus Richtung Lauenau. „Nicht weiter ungewöhnlich“, sagt Steinke, die Netze verliefen auch über Stadtgrenzen hinweg. Hitzemann rechnet für den Anschluss Hamelspringes und Bakedes mit Arbeiten im Zeitfenster März bis Ende Juli, in Beber und Rohrsen werden die Arbeiten voraussichtlich bereits früher abgeschlossen sein.

Zum Ausbau im Bereich Hachmühlen und Flegessen wird er in der kommenden Woche Gespräche führen.

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