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Finanzielle Basis muss breiter werden / Patenschaften?

Symposium: Ohne weitere Sponsoren keine Zukunft

Obernkirchen (sig). "Wir sollten alles unternehmen, um den Fortbestand des Internationalen Bilderhauer-Symposiumsüber das Jahr 2006 hinaus sicherzustellen", erklärte Adolf Bartels in einer Zusammenkunft des Lenkungsausschusses für das Stadtmarketing. Diese Veranstaltung sei ein Aushängeschild für Obernkirchen. Sie fördere das Image und passe zur Tradition der Bergstadt, in der die Zunft der Steinmetze einst eine wichtige Rolle spielte.

Ohne weitere Sponsoren werden Künstler aus Asien künftig wohl nu

Der frühere Bürgermeister, der im Mai zum 2. Vorsitzenden des Trägervereins gewählt worden ist, machte keinen Hehl daraus, dass sich das Symposium ohne die Unterstützung wichtiger Sponsoren nicht aufrechterhalten lässt. Dazu zählen die Stiftung der Sparkasse Schaumburg, die Schaumburger Landschaftund die Obernkirchener Sandsteinbrüche. Wirkungsvoll ergänzt wird dieses Standbein von der Maschinenfabrik Bornemann, der Schaumburger Zeitung und dem für die Bereitstellung von Kompressoren zuständigen Unternehmen Kaeser. Darum sollten noch weitere Förderer aus Industrie, Wirtschaft und Gewerbe gewonnen werden, um die finanzielle Basis zu verbreitern. Diesmal musste bereits der Etat gegenüber dem letzten Symposium gekürzt werden. Gespart werden soll zum Beispiel bei den Reisekosten für die teilnehmenden Künstler, ließ Adolf Bartels durchblicken. Wichtige Unterstützung leisten auch diejenigen Bürger, die sich bereit erklärt haben, die Unterbringung der Bildhauer zu übernehmen. Jörg Essmann regte als zusätzliche Lösung Patenschaften für jedes Kunstwerk an, das bei den Symposien entsteht. Das Sponsoring könne sich zum Beispiel auf den Zeitraum von drei Jahren erstrecken, also von einem Symposium bis zum nächsten. Solche Patenschaften könnten aber auch aus monatlichenZahlungen an den Trägerverein bestehen. Bürgermeister Horst Sassenberg schlug vor, die Stadt möge Rücklagen bilden für das übernächste Bildhauertreffen und fand dabei die Zustimmung des Stadtdirektors. Sassenberg regte an, einen finanziellen Fundus zwischen 3000 und 5000 Euro für diesen Zweck bis 2009 anzulegen. Teilnehmen am Symposium werden diesmal zehn Bildhauer. Vier kommen aus Deutschland, die anderen aus Frankreich, Tschechien, Holland, Polen und Zimbabwe. "Sie werden am 18. und 19. August bei uns eintreffen und dann am darauf folgenden Montag, 21. August, mit ihrer Arbeit auf dem Kirchplatz beginnen", informierte Adolf Bartels den Ausschuss. Am Abend des Tages gibt die Stadt im Festsaal des Stiftes einen Empfang für die Gäste und Organisatoren. Während der verbleibenden Zeit bis zum Abschied am 3. September werden die Bildhauer von Volker Wybranietz betreut, dessen Ehefrau die 1. Vorsitzende des eingetragenen Trägervereins ist. Als Treffpunkt für die Ruhepausen wird das Trafohäuschen hergerichtet. In der Stiftskirche stellen die Künstler während des Symposiums eigene Skulpturen aus.

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