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Jugendfußballer trainieren mit früherem Nationalspieler / Mauricio Argüello aus Ekuador besucht Schwester in Ahnsen

Südamerikanische Fußballtricks motivieren TSV-Nachwuchs

Ahnsen (sig). Die deutsche Mannschaft hat bei der WM angenehmüberrascht. Ihre Leistungen dürften in der nächsten Zeit für einen Boom bei den Fußballvereinen sorgen. Noch mehr Kinder und Jugendliche als bisher wollen ihr nacheifern. Was gute Vorbilder vermögen, zeigte sich in der Ära von Steffi Graf und Boris Becker. Jetzt sind Klose, Podolski und Ballack ihre Nachfolger. Diese Erfahrung macht zur Zeit die Fußballsparte des TSV Ahnsen, deren E-Schüler kürzlich sogar von einem ehemaligen Nationalspieler aus Ekuador trainiert wurden.

Da passt es gut, dass der TSV am kommenden Montag mit seiner Sportwoche an dieÖffentlichkeit tritt. An mehreren Nachmittagen hat der Nachwuchs die Chance, Eltern, Freunden und anderen Gästen zu zeigen, dass man mit Fleiß und Talent auch in dieser Sportart einiges erreichen kann. Für 85 Kinder und Jugendliche, die sich auf sieben Mannschaften verteilen, stehen zurzeit acht Trainer zur Verfügung. Der sinnvolle Einstieg geschieht in der "Pampers-Liga". Da wird den Jungen schon das kleine Abc des Fußballs beigebracht, bevor sie sich mit dem großen Abc in der Schule befassen.. Weil der TSV erkannt hat, wie wichtig gerade dieser Bereich ist, denn fertige fremde Spieler sind zu teuer, hat er einen speziellen Förderkreis für den Fußballnachwuchs ins Leben gerufen. Mit seiner Unterstützung werden T-Shirts oder Trainingsanzüge finanziert oder spezielle Freizeitaktivitäten ausgerichtet. Zum Beispiel Fahrten zum Serengetipark in Rodenhagen oder Wochenendfreizeiten im Heuhotel. Ein besonderes Erlebnis war dieser Tage der Besuch von Mauricio Argüello aus Ekuador. Der Schwager des Förderkreismitgliedes Peter Harttrumpf war bis 1993 Profifußballer und auch Mitglied der Nationalelf des südamerikanischen Landes. Er hatte die WM genutzt, um in Hamburg das Spiel seiner Mannschaft gegen Costa Rica und in Stuttgart das gegen England anzuschauen. Die Freude war groß, als er sich bereit erklärte, zweimal mit der E-Jugend des TSV zu trainieren. Das tat er dann zusammen mit dem Betreuer und Trainer Elmar Klaas. Mauricio leitet in seiner Heimat eine Fußballschule und brachte dadurch auch einige neue Trainingsmethoden mit. Peter Harttrumpf übernahm die notwendige Funktion des Dolmetschers. Den Kindern hat das viel Spaß bereitet, weiß man doch, dass sich die Südamerikaner in Sachen Ballbehandlung vor keinem Land verstecken müssen. Am Ende wollte jeder natürlich auch auf ein Erinnerungsfoto und ein Autogramm, denn so schnell wird es sicherlich keine Gelegenheit geben, mit einem Nationalspieler eine Trainingseinheit zu absolvieren. Und auf eine weitere Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland kann man in den nächsten Jahrzehnten sicherlich auch nicht hoffen, selbst wenn es eine schöne Erfahrung war, Gastgeber für so viele Mannschaften und Millionen Fußballfans zu sein.

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