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Südafrikas Kult-Tröte ist in Hamelns Rattenfänger-Halle tabu

Tröte

Hameln (kar). Hannover hat sie verboten, jetzt ist sie auch in Hameln tabu – zumindest in der Rattenfänger-Halle: Südafrikas Kult-Tröte, die Vuvuzela, darf beim Public Viewing zur Fußball-WM nicht benutzt werden. „Ich habe sie selbst getestet“, sagt Oliver Meinecke von der HMT, der für die Halle zuständig ist. Sie sei schon sehr laut. Zwar hat es Meinecke beim Tröten „nur“ auf knapp 101 Dezibel gebracht, aber: „Die Resonanz in der Halle ist zu groß“, findet Meinecke und verbietet neben den Vuvuzelas auch die Gas-Tröten beim kollektiven Fußballgucken.

Bis zu 127 Dezibel soll so eine Plastiktröte erreichen können. Nach einer aktuellen Studie können die Töne dieses Blasgeräts lauter sein als eine Kettensäge. Und das bedeutet: Das menschliche Ohr kann irreparablen Schaden nehmen. Wird direkt ins Ohr getrötet, kann es sogar zum Knalltrauma kommen.

So eng wie in der Rattenfänger-Halle sieht es die Stadt Hameln im öffentlichen Raum nicht: „Es gibt kein generelles Verbot.“ Mit einem sogenannten „abgestuften Vorgehen“ wolle man den Fans die Möglichkeit lassen, die Siege ihrer Mannschaft zu feiern. Ihr Einschreiten macht die Stadt von der Uhrzeit und dem Ausmaß des Lärms abhängig. Kinder haben unterdessen Südafrikas Kult-Tröte als neues Kommunikationsmittel entdeckt - sie verabreden sich über Tröt-Signale.

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