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Weltgebetstag:Ökumenischer Gottesdienst mit großer Resonanz / HIV und Beschneidung Themen

Südafrika als Wiege der Menschheit gefeiert

Stadthagen (wil). Einenökumenischen Weltgebetstagsgottesdienst haben am Wochenende etwa 160 Besucher in der Bethel-Kapelle der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Stadthagen gefeiert.

Große bunten Pappbuchstaben sind auf einer Wäscheleine aufgehängt worden und bilden ein Wort, das den Gottesdienst an diesem Abend prägt: Hoffnung. Gemeinsam haben die Frauen für Afrika gebetet, für eine bessere Welt, für mehr Hoffnung für Frauen. "Zeichen der Zeit" lautete das Motto des Weltgebetstages, an dem sich mehr als 170 Länder an diesem Tag beteiligen, und zu dem Frauen aller Konfessionen einladen. In Stadthagen gestaltet den Tag seit vielen Jahren ein Arbeitskreis, der aus etwa 35 Frauen der drei beteiligten Gemeinden besteht. "Es ist jedes Jahr wieder ein Erlebnis", sagte Felicitas Völkel, von der katholischen St.-Joseph-Gemeinde. Gemeinsam mit Frauen aus der evangelischen St.-Martini-Gemeinde und aus der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Stadthagen hat sie den Gottesdienst vorbereitet. Von Jahr zu Jahr wechseln die Frauen den Ort. Fünf Vorbereitungstreffen gab es im Vorfeld, los ging es bereits imNovember. "Es macht Spaß in der Arbeitsgruppe zusammen zu gestalten", sagte Esther Kodoll von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Der ökumenische Gedanke stehe dabei immer im Mittelpunkt. "Es ist ein Miteinander und das ist toll. Die Resonanz ist gut, wir mussten ja sogar noch Stühle nachstellen", sagt sie. Schön sei es, dass viele Frauen auch schon ihre Töchter mitbringen würden. In der Tat saßen im Anschluss an den Gottesdienst Großmütter, Mütter und Töchter an den Tischen und aßen gemeinsam die afrikanischen Gerichte, die die Arbeitsgruppe vorbereitet hat. Südafrika als Wiege der Menschheit stand während des Gottesdienstes im Mittelpunkt. An manchen Stellen halten sich die Frauen an das einheitliche Weltgebetstagsprogramm, an anderen setzen sie auf eigene Ideen. "Wir sind Südafrika", erklärten sie zu Beginn des Gottesdienstes. Es wurde gesungen, Theater gespielt, Fürbitte gehalten, gesalbt, gebetet, zwischenzeitlich erklingen durch Rasseln und Trommeln auch afrikanische Gesänge und die Nationalhymne. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Probleme des Kontinents wie Armut, die beängstigende Ausbreitung des HIV oder die Beschneidung von Frauen, als auch die Schöpfung, das Leben selbst, der Dank - und die Hoffnung Afrikas, aus vielen Völkern zu einer Nation zusammenzuwachsen. Auch den in Afrika typischen Kollektengang nahmen die Frauen der Arbeitsgruppe in den Ablauf ihres Gottesdienstes auf. 1046,88 Euro wurden an diesem Abend gespendet. Geld, das an die Hauptstelle des deutschen Weltgebetstagskomitees überwiesen wird und Frauenprojekte in der "dritten Welt" zu Gute kommt - und vielleicht ein bisschen Hoffnung spendet.

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