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Suche nach Einsparmöglichkeiten geht weiter

Hameln (ni). Obwohl der städtische Haushalt gerade erst verabschiedet wurde, prodiziert die Politik schon wieder neue Sparvorschläge. Ein sichereres Indiz dafür, dass der Stadt das Wasser bis zum Halse steht, kann es kaum geben. 

Wenn Einnahmen und Ausgaben dauerhaft auseinanderklaffen, sprechen Fachleute von einem „strukturellen Defizit“. In Hameln beträgt es in diesem Jahr mehr als 22 Millionen Euro. Im nächsten Jahr kommen voraussichtlich 16 Millionen dazu, im übernächsten weitere 10 und 2013 noch einmal 10 Millionen Euro. Soweit reicht die mittelfristige Finanzplanung. Wie die Stadt von den 58 Millionen je runterkommen kann, steht heute noch in den Sternen. Die im Haushaltsplan 2010 aufgezeigte Perspektive verlangt einen langen Atem: Für die Zeit zwischen 2035 und 2046 peilt Hameln wieder einen ausgeglichenen Haushalt an. Auf dem langen Weg zu diesem Fernziel - darin sind sich alle Fraktionen einig -  muss noch viel an den in Jahrzehnten gewachsenen Strukturen gehobelt werden. Die CDU will in diesem Zusammenhang das Theater auf den Prüfstand stellen. Die Grünen haben den städtischen Betriebshof im Visier. Und gemeinsam erwarten sie sich von Hamelns neuer Dezernentin Gaby Willamowius, dass sie die freiwilligen Leistungen im Bereich Jugendarbeit und Kultur unter die Lupe nimmt mit Ziel, verborgene Einsparpotenziale aufzuspüren.

 

 

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