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Museumsteam hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung zu Schachteln mit einer sogenannten „Strohmarketerie“

Studenten wollen Neuzugang des Monats untersuchen

Bad Münder (st). Immer wieder erreichen das Museum Bad Münder Neuzugänge von Einwohnern, die gerade ihren Dachboden entrümpelt haben oder im Keller auf ein schlummerndes Schätzchen gestoßen sind. Bislang – und auch in Zukunft – präsentiert das Museums-Team die spektakulärsten Neuzugänge im Winter eines jeden Jahres in der Sparkassenfiliale. Aber: „Es gehen jedes Jahr so viele Objekte ein, dass nichts dagegen spricht, ausgewählte Stücke vorab den Museumsbesuchern zu präsentieren“, sagt Teamchef Michael Meier. Deshalb gibt es ab sofort eine eigene Vitrine im Wettberg‘schen Adelshof für den „Neuzugang des Monats“.

Friedrich Kunrich vom Museums-Team nimmt den Neuzugang des Monat

Beim ersten Exponat im neuen Schaukasten handelt es sich um eine kleine Schachtel aus Spanholz. Soweit, so unspektakulär – aber: „Das Besondere ist ihre äußere Gestaltung. Furnierartig ist hier gefärbtes Stroh aufgeleimt und zu einem kunstvollen Dekor zusammengefügt worden“, sagt Meier. „Neben naturfarbenen Strohhalmen ist auch hellbraunes, dunkelbraunes und sogar grün eingefärbtes Stroh verarbeitet.“ Der Museumsleiter schätzt das Alter der Schachtel auf rund 150 Jahre. „Sie ist äußerst gut erhalten“, so Meier.

Im kommenden Jahr soll die kleine Schachtel im Mittelpunkt einer studentischen Arbeit stehen, deshalb hofft das Museum jetzt auf den Eingang weiterer Schachteln mit einer solchen „Strohmarketerie“, wie es im Fachjargon heißt.

Hinweise nimmt Beatrix Taube aus dem Museumsteam unter 05042/2346 entgegen.

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