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In Dienst der Nächstenliebe: "Mit Brot für die Welt" fing 1972 alles an

Stricken - und damit Gutes tun

Krainhagen (sig). Das ist rekordverdächtig: Seit 36 Jahren treffen sich Krainhäger Frauen, um Gutes zu tun für die evangelische Kirchengemeinde in der Bergstadt und für junge Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben.

Fleißig: Ursula Struckmeier, Renate Endorf, Ilse Struckmeier, Wa

Mindestens einmal im Monat, in der Vorweihnachtszeit auch zweimal, kommen sie im Martin-Luther-Haus zusammen,um zu stricken oder irgendwelche anderen handwerklichen Arbeiten zu verrichten, Nutznießer des bei Basaren erzielten Erlöses sind seit Mitte der 80er Jahre auch die Kinder und Jugendlichen des "Wittekindshofes" bei Bad Oeynhausen. "Am Anfang waren wir 20, jetzt sind es noch sechs Mitstreiterinnen, die zu diesem Zweck zusammenkommen", berichtete die 69-jährige Ilse Struckmann. Ursprünglich hatte sich diese Runde gefunden, um für den Basar "Brot für die Welt" zu arbeiten, der einst im Martin-Luther-Haus abgehalten wurde. Der Kontakt zum "Wittekindshof" und dort speziell zum "Haus Hamburg" kam durch den früheren Krainhäger Seelsorger Jörg Thiemann zustande. Er hatte in einer Konfirmandenfreizeit mit Jugendlichen dieser sozialen Betreuungseinrichtung Fußball gespielt. Seitdem tragen die Krainhäger Strickfrauen mit ihren handwerklichen Fähigkeiten zum Wohl von Generationen neuer Kinder und Jugendlichen im "Wittekindshof" bei. Ilse Struckmann: "Aus unseren Spenden wurden unter anderem eine Waschmaschine, ein Trockner, Bücherregale, Lampen, Bettvorleger, Sporttaschen, Fußbälle und vieles mehr angeschafft. Wir haben auch Freizeitmaßnahmen in der Sommerzeit bezuschusst. In diesem Jahr gab es einen Ferientag am Steinhuder Meer mitÜberfahrt zur Insel Wilhelmstein." In der zweiten Adventswoche wird der Nachwuchs aus dem "Haus Hamburg" wieder in Krainhagen zu Gast sein. Erst will man gemeinsam in der "Berghütte" kegeln, dann gibt es eine Kaffeetafel. Und das sind die Namen der Frauen, die noch immer im Dienst der Nächstenliebe stehen, auch wenn sie inzwischen selbst in die Jahre gekommen sind: Waltraud Seidensticker (74), Ursula Struckmeier (73), Gerda Struckmeier (70), Ilse Struckmann (69), Renate Endorf (66) und Margitta Konczak (64).

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