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Streu- und Räumpflicht Thema im Ortsrat Bakede

BAKEDE. Der Winterdienst in Bakede – er stößt vielen Einwohnern bitter auf. Nach der jüngsten Kälteperiode waren einige Straßen mit Eis überzogen, auf Anforderung rückte der Bauhof an und beseitigte die Gefahr (wir berichteten). Während der jüngsten Ortsratssitzung in Bakede wurde die aktuelle Regelung hinterfragt.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

„Wir haben einen Ratsbeschluss, der deutlich regelt, wo zuerst geräumt und gestreut werden muss“, machte Ortsbürgermeister Rolf Willich deutlich. Dass das nicht überall optimal sein kann, wurde dabei auch deutlich: „Wir sind mit dem Winterdienst kräftig rückwärts gegangen, wegen der Finanzen.“ Aufgezählt wurden in der Sitzung die Straßen, die nach Auffassung der anwesenden Einwohner und Ortsratsmitglieder nur unzureichend geräumt wurden – darunter der Alte Kirchweg und eine Strecke Richtung Kessiehausen.

Anwohner werden in
die Pflicht genommen

Dabei wurde aber auch deutlich, was viele Anwohner gerne ausblenden: Die Straßenreinigungssatzung der Stadt regelt in einem eigenen Passus, was im Winter zu geschehen hat – und da werden auch Anwohner in die Pflicht genommen. In Bakede war die Situation in Straßen kritisiert worden, in denen weder ein Gehweg noch ein Seitenraum neben der Fahrbahn vorhanden ist. Und in diesen Straßen sind Anwohner verpflichtet, einen ein Meter breiten Streifen freizuhalten, der von Fußgängern genutzt werden kann.

Dass das nicht immer einfach ist, stellte selbst ein Ortsratsmitglied fest: Es sei doch etwas viel verlangt, mit der Spitzhacke dickes Eis von der Straße zu entfernen, so sein Einwand. Eine Lösung hatten die Zuschauer jedenfalls parat: „Warum fährt der Streuwagen nach den Strecken mit Priorität nicht einfach durch?“ Eine Antwort blieben zumindest die Politiker, die den Ratsbeschluss mitgetragen hatten, an diesem Abend schuldig.jhr

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