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Mehrgenerationenhaus startet mit Angeboten / Ab sofort 40 000 Euro jährlich für Personal und Material

Strempel: "Wir haben es zusammen geschafft"

Stadthagen (web). Nachdem die "Alte Polizei" im Dezember vergangenen Jahres in das bundesweite Förderprogramm "Mehrgenerationenhäuser" aufgenommen worden ist, geht es für das Stadthäger Kulturzentrum nun in die "heiße Phase". Denn die ersten intergenerativen, interkulturellen und integrativen Angebote beginnen in den kommenden Tagen.

Angebote für alle Generationen bietet die "Apo" ab sofort an. Fo

"Wir sind froh, dass die Jury uns den Zuschlag gegeben hat -das ist eine gute Nachricht für Stadthagen und den Landkreis", findet Klaus Strempel, Geschäftsführer des Kommunikationszentrums. Ab sofort erhält das Haus jährlich 40 000 Euro für Personal- und Sachkosten. Der Förderzeitraum beträgt zunächst zwei Jahre, kann aber auf insgesamt fünf Jahre erweitert werden. Jedes der zehn Angebotskonzepte, das die "Alte Polizei" in Zusammenarbeit mit ihren Projektpartnern, dem "Seniorentreff", den Senioren- und Integrationsbeiräten der Stadt Stadthagen sowie der Paritätischen Behindertenhilfe (PGB), erstellt hat, wurde genehmigt. Überraschend kam die Zusage aus Berlin nicht. "Das Konzept war passgenau auf unsere bisherige Arbeit abgestimmt", so Strempel. Auch der zentrale Standort und die räumlichen Voraussetzungen seien für ein Mehrgenerationenhaus ideal. Die ersten Angebote starten bereits in wenigen Tagen. Integriert in das "Café für alle" gibt es ab 5. Februar jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr den Treffpunkt "MitWIRKEN", der Informationen und Orientierungen in allen Lebensfragen bietet. Die Basis für diese Informationsplattform sind Kontakte zu mehr als 50 Gruppen, die die Räume des Zentrums nutzen. Ein interkulturelles Online-Infosystem wird außerdem zurzeit als Kooperationsprojekt mit der Leitstelle "Integration" des Landkreises Schaumburg erstellt. Besonders am Herzen liegen Strempel und seinem Team die "Ausbildungspatenschaften", die am Donnerstag, 6. März, im "Café Chance" in Kooperation mit dem "pro activ center" (pace) der Arbeiterwohlfahrt und dem Seniorenbeirat beginnen. Jugendliche, die Unterstützung bei der Berufsfindung brauchen, treffen auf Berufstätige oder Rentner, die Interessantes aus ihrem Berufsfeld erzählen und erhalten Rat von "Ausbildungspaten". Das Angebot "Spiele aktiv" beginnt am Mittwoch, 6. Februar, 16 Uhr, auf Initiative von Jugendlichen des Schach-Clubs mit "Blitzschach". Zusätzlich gibt es ein Doppelkopf-Turnier in Kooperation mit dem Seniorenbeirat. Weitere Angebote sind in Vorbereitung. Vernetzung spielt für das Mehrgenerationenhaus eine wichtige Rolle. Außer monatlichen Treffen des Kooperations-Kreises gibt es ein Forum für die aktiv am Mehrgenerationenhaus Beteiligten und Interessierten. "Für die Umsetzung brauchen wir ehrenamtliche Mitarbeiter", sagt Strempel. "Mitwirken ist ganz wichtig." Die ersten Effekte haben sich bereits jetzt gezeigt: "Leute, die sich einbringen wollen, kommen zu uns", schildert der Geschäftsführer, der zuversichtlich in die Zukunft blickt. "Wir haben es zusammen geschafft, diese Förderung nach Stadthagen zu holen und freuen uns, nun starten zu können."

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