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Streik gegen drohende Einschnitte: Ab 10 Uhr Kundgebung vor dem BHW

BHW

Bonn/Hameln. Bei der Postbank und ihrer Hamelner Bausparkassen-Tochter BHW stehen die Zeichen auf Streik: Da den Beschäftigten im Zuge der Übernahme durch die Deutsche Bank kräftige Einschnitte drohen, will die Gewerkschaft ver.di mit zweitägigen Warnstreiks Druck machen.

Heute  um 10 Uhr findet vor dem BHW in Hameln eine Kundgebung statt, um 13 Uhr soll vor der Postbank in Hannover eine Menschenkette entstehen. Im Streit um Einkommenseinbußen, verlängerte Arbeitszeiten und gekürzten Urlaub ruft die Gewerkschaft bundesweit gut 22000 Beschäftigte zu Warnstreiks auf.
ver.di wendet sich konkret dagegen, dass Teile der Postbank in neue Gesellschaften zu wesentlich schlechteren Bedingungen ausgegliedert werden sollen. Die Deutsche Bank, die bereits Mehrheitseigner ist, wolle Kosten senken und Einsparungen bei den Beschäftigten durchsetzen: Der Branchenführer will für weniger Geld mehr arbeiten lassen. So plant der Frankfurter Konzern, bei BHW in Hameln die Arbeitszeit von 39 auf 42 Wochenstunden zu erhöhen, den Urlaub um 3 auf 27 Tage zu kürzen und die Gehälter um bis zu sieben Prozent abzuschmelzen.
Die Beschäftigten der Postbank in Hannover sind zu einem viertägigen und die des BHW in Hameln zu einem dreitägigen Streik aufgerufen. Um 10 Uhr findet vor dem BHW heute eine Kundgebung statt, um 13 Uhr soll vor der Postbank in Hannover unter dem Motto „Wir schützen unsere Bank“ eine Menschenkette entstehen. Am Freitag ist für 10 Uhr eine BHW-Demonstration in Hamelns Innenstadt geplant, am Montag folgt ein Autokorso von Hameln nach Hannover.

Postbank-Kunden müssen heute und Freitag mit Beeinträchtigungen rechnen. Auch Postkunden könnten betroffen sein.

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