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Straßensanierung und Straßenlärm: Ortsrat übt sich in Geduld

EIMBECKHAUSEN. „Das gibt’s ja wohl nicht“, entfährt es einem Anwohner im Publikum, gefolgt von einem wütenden Schnauben. Nein, die Eimbeckhäuser waren nicht zufrieden mit der Antwort der Straßenverkehrsbehörde.

Zur Sanierung vorgesehen: Wenn der Haushaltsentwurf der Stadt abgenickt wird, wird ein Abschnitt der kleinen Söhre in diesem Jahr erneuert. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Denn die Anwohner in dem landwirtschaftlich geprägten Dorf hatten darauf gehofft, dass Traktoren und Schlepper endlich auch auf der Umgehungsstraße fahren dürfen – um die Fahrten durch den Ort zu vermeiden. Doch auch bei der jüngsten Anhörung hieß es aus der Behörde: Nicht notwendig – die Verkehrssituation habe sich nicht geändert, deswegen sehe man keinen Bedarf, den landwirtschaftlichen Verkehr auf dem Teilabschnitt der Bundesstraße 442 zu erlauben. „Wir müssen einfach immer wieder sticheln, immer wieder bohren“, grummelte Ortsbürgermeister Bernd Schöbel, nachdem Sascha Wiese die Antwort der Landesbehörde verlesen hatte. Es sollte nicht die letzte Aussage dieser Art bei der jüngsten Ortsratssitzung sein.

Ähnlich antwortete auch Ortsratsmitglied Michael Grote im Bezug auf den Breitbandausbau in Eimbeckhausen. Nachdem die Telekom jüngst den Ausbau der Internetleitungen symbolisch abgeschlossen hatte, bleiben weiterhin Schwachstellen bei der Versorgung. Die Telekom sieht den Ausbau an einigen Stellen in dem Stuhldorf als nicht wirtschaftlich an, der Landkreis hält die vorhandenen Internetleitungen für ausreichend. „Da bleibe ich weiter dran, halte den Kontakt mit Wirtschaftsförderer Matthias Mans“, kündigte Grote an, der selbst in dem betroffenen Gebiet wohnt, „das kann so nicht bleiben“. Für Streamingportale, Internetfernsehen und andere Online-Angebote reicht die geringe Bandbreite nicht aus (wir berichteten).

Den Haushaltsentwurf der Stadt, den Schöbel bezogen auf Eimbeckhausen bei der Sitzung vorstellte, nahmen die Ortsratsmitglieder zustimmend zur Kenntnis. Immerhin eine Straße in Eimbeckhausen soll nach aktuellem Plan in diesem Jahr saniert werden – zumindest zum Teil. Vorgesehen ist ein Abschnitt der kleinen Söhre. „Wir haben aber noch genug andere kaputte Straßen“, sagte Grote knapp dazu. Dafür erntete er zustimmendes Kopfnicken aus dem Ortsrat und den rund 12 Besuchern im Restaurant Metaxa.

Vor der nächsten Sitzung Ende März möchte Schöbel deswegen auch eine Ortsbegehung zusammen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung machen. „Um alle Schwachstellen in unserem Ort zu identifizieren“, kündigte er an.

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