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Hachmühlens Ortsbürgermeister (SPD) hofft, CDU-Mitglieder mit ins Boot holen zu können

Steinwedel will Ortsumgehung beantragen

Hachmühlen (st). Sie ist im regionalen Raumordnungsplan von 2001 ebenso vorgesehen wie im Zukunftsentwicklungsprogramm der Stadt: eine Ortsumgehung im Zuge der B 442 um Hachmühlen herum. Ortsbürgermeister Helmut Steinwedel (SPD) fordert jetzt in einem Antrag zur Ortsratssitzung am 27. Oktober „die Planung und den Bau der Ortsumfahrung entlang der Bahnlinie Hannover-Hameln“.


Bereits Anfang des Jahres hatte Steinwedel den Wunsch nach einer solchen Maßnahme geäußert, jetzt macht er mit dem Antrag – zunächst im Ortsrat – ernst. „Das muss von unten her umgesetzt werden“, sagt Steinwedel: „Der Bund wird nicht von selbst entscheiden, hier eine Ortsumgehung zu machen.“ Die Anwohner der möglicherweise entlasteten Straße Auf der Laake hat Steinwedel nach eigenen Angaben bereits hinter sich, jetzt will er im Ortsrat neben seinen Parteikollegen auch die Mitglieder der CDU von dem Vorhaben überzeugen. „Wir müssen mit einer Zunge sprechen“, fordert der Ortsbürgermeister.

Zunächst einmal geht es in dem Antrag um die Umlegung der B 442 von der Straße Auf der Laake an die Bahnlinie, sodass in erster Linie der Verkehr zwischen Bad Münder und Hameln über die Umgehung fließen würde. „Aber eigentlich müssten wir gleich weiterdenken und neben der Nordumgehung um Hachmühlen gleich die Süd-West-Umgehung der B 442 um Brullsen mitplanen“, so Steinwedel. „Das war vor 40 Jahren schon einmal in der Planung, aber damals haben sich die Geschäftsleute und die CDU dagegen ausgesprochen.“

Wie realistisch ist die Forderung des Hachmühlener Ortsbürgermeisters? Markus Brockmann von der Straßenbaubehörde aus Hameln: „Wenn das wieder ins Gespräch gebracht wird, kann das sicherlich nicht schaden, aber Herr Steinwedel fängt mit diesem Projekt ziemlich bei Null an.“ Um ein solch großes Unternehmen auf den Weg zu bringen, sei ein umfangreiches Bewertungsverfahren notwendig, das Kosten und Nutzen gegenüberstellt. In dieser Richtung sei noch nichts passiert. Die Umgehung steht allerdings im Bundesverkehrswegeplan unter der Rubrik „weiterer Bedarf“ – laut Brockmann heißt das für die „fernere Zukunft“.

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