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Statt Gift und Galle jetzt Zusammenarbeit gelobt

Buchholz. Dass Hartmut Krause (WiB) erneut Bürgermeister in Buchholz werden würde, war klar. Die Frage war nur: Bekommt er auch die Stimmen der SPD? Dass die Genossen einen der Stellvertreter von Krause stellen wollten, war ebenfalls klar. Die Frage war nur: Bekommt der auch die Stimmen der WiB? Auf beide Fragen hat das Ortsparlament bei seiner Auftaktsitzung am Dienstagabend geschlossen mit Ja geantwortet. Angesichts der Animositäten, die die Ratsarbeit in den zurückliegenden Jahren geprägt haben, war beides nicht selbstverständlich.
Zunächst indes eröffnet Rainer Voltmer (WiB) als Ratsältester die Zusammenkunft. Krause verpflichtet die „Abgeordneten“, wie sich die Lokalpolitiker nach dem neuen Kommunalverfassungsgesetz nun nennen dürfen. Die WiB (sechs Sitze) erklärt, mit der CDU unter Peter Buchholz eine Gruppe zu bilden; deren Sprecher ist WiB-Fraktionsschef Wolfgang Witt, sein Stellvertreter Buchholz. Für die SPD (zwei Sitze) erklärt sich Robert Martin zum Fraktionschef; vertreten wird er durch Frank Rinne. Martin, als Einziger in Kombination und Krawatte, gratuliert der Gruppe förmlich zum Wahlsieg: „Ich wünsche mir eine konstruktive Zusammenarbeit – auf Augenhöhe“, wie der Genosse nachschiebt. Darüber hinaus lässt er den Bürgermeister wissen, dass er es für möglich hält, die Vorbereitung der Ratssitzung mit Blick auf das Informationsmaterial noch zu optimieren.
Bei der Bürgermeisterwahl erhält Krause dann neben den eigenen auch die zwei Stimmen der SPD. Für Martin ist dieser Zug eine „logische Folge des Kommunalwahlergebnisses“. Im Übrigen sehe seine Fraktion keine Notwendigkeit, sich anders als bei den beiden zurückliegenden Bürgermeisterwahlen zu verhalten. Allerdings wünscht sich Martin von Krause künftig „mehr gelebte Neutralität“. – „Und ich“, so die Replik des Bürgermeisters, „dass Ihr aus dem kleinen Buchholz die große Parteipolitik raushaltet“.

Buchholz. Dass Hartmut Krause (WiB) erneut Bürgermeister in Buchholz werden würde, war klar. Die Frage war nur: Bekommt er auch die Stimmen der SPD? Dass die Genossen einen der Stellvertreter von Krause stellen wollten, war ebenfalls klar. Die Frage war nur: Bekommt der auch die Stimmen der WiB? Auf beide Fragen hat das Ortsparlament bei seiner Auftaktsitzung am Dienstagabend geschlossen mit Ja geantwortet. Angesichts der Animositäten, die die Ratsarbeit in den zurückliegenden Jahren geprägt haben, war beides nicht selbstverständlich.
Zunächst indes eröffnet Rainer Voltmer (WiB) als Ratsältester die Zusammenkunft. Krause verpflichtet die „Abgeordneten“, wie sich die Lokalpolitiker nach dem neuen Kommunalverfassungsgesetz nun nennen dürfen. Die WiB (sechs Sitze) erklärt, mit der CDU unter Peter Buchholz eine Gruppe zu bilden; deren Sprecher ist WiB-Fraktionsschef Wolfgang Witt, sein Stellvertreter Buchholz. Für die SPD (zwei Sitze) erklärt sich Robert Martin zum Fraktionschef; vertreten wird er durch Frank Rinne. Martin, als Einziger in Kombination und Krawatte, gratuliert der Gruppe förmlich zum Wahlsieg: „Ich wünsche mir eine konstruktive Zusammenarbeit – auf Augenhöhe“, wie der Genosse nachschiebt. Darüber hinaus lässt er den Bürgermeister wissen, dass er es für möglich hält, die Vorbereitung der Ratssitzung mit Blick auf das Informationsmaterial noch zu optimieren.
Bei der Bürgermeisterwahl erhält Krause dann neben den eigenen auch die zwei Stimmen der SPD. Für Martin ist dieser Zug eine „logische Folge des Kommunalwahlergebnisses“. Im Übrigen sehe seine Fraktion keine Notwendigkeit, sich anders als bei den beiden zurückliegenden Bürgermeisterwahlen zu verhalten. Allerdings wünscht sich Martin von Krause künftig „mehr gelebte Neutralität“. – „Und ich“, so die Replik des Bürgermeisters, „dass Ihr aus dem kleinen Buchholz die große Parteipolitik raushaltet“.
Als ein Stellvertreter für Krause gewählt werden soll, schlägt Peter Buchholz Witt vor. Als die Augen der Gruppe fragend auf den Genossen ruhen, meldet der SPD-Fraktionschef Ansprüche an: „Die SPD macht ihr Abstimmungsverhalten davon abhängig, wer zweiter Stellvertreter wird.“ Denn die Ratsrepräsentanz müsse das Wahlergebnis widerspiegeln; die Minderheitsfraktion dürfe nicht ausgegrenzt werden. Für die Gruppe von WiB-CDU ist das kein Problem. „Ja, Ihr sollt den zweiten Stellvertreter haben“, bietet Witt an. Daraufhin werden sowohl Witt als auch Rinne ohne Gegenstimme gewählt; ersterer wird obendrein Verwaltungsvertreter und damit Ehrenbeamter. Die Einstimmigkeit freut den WiB-Fraktionschef, denn: „Als ich das letzte Mal zur Wahl stand, habt Ihr Euch alle enthalten“, erinnert er. Statt Blumen gibt es Adventskalender des Lions-Clubs Schaumburg.
Eine schlichte Parkbank wird dann zur ersten Belastungsprobe für das Klima im Rat. Die SPD möchte eine an der kürzlich ausgebauten und inzwischen oft begangenen Quere zwischen Buchholz und Rolfshagen aufgestellt sehen; allen voran Gehbehinderte und Gebrechliche sollten von dem Pausensitz profitieren. Problem nur: Eine solche Bank würde auf dem Areal des Auetals stehen – aber Buchholz müsste sie unterhalten. „Kein Problem“, meint Martin. Das bisschen Grasmähen könne sich die Gemeinde leisten. „Ein Problem“, meint dagegen die Gruppe. Sie ist für einen Standort auf Buchholzer Terrain und für eine größere (Rast-)Lösung, die auch Radfahrern hilft. Am Ende gibt’s sieben Mal ein Nein zu dem SPD-Begehren. Die Genossen nehmen’s ohne Murren hin. Stellvertretend für die Bank hat das Ratsklima die erste Belastungsprobe bestanden.

Mehr morgen der LZ/SZ.

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