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Statiker untersuchen Maibaum

BAD MÜNDER. „Jetzt geht‘s richtig los“, freut sich Hans-Werner Beisner vom Kur- und Verkehrsverein. Mit Spannung hatte er auf das Urteil des Statikers Werner Schlesinger gewartet.

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Der hatte den neuen Maibaum zuvor eingehend begutachtet und abgeklopft.

Am Ende der Untersuchung stand fest: Der geschätzt über 16 Meter lange Baum eignet sich als neuer Träger für Krone und Wappen. Schlesinger hatte mit einem Metallstück den Stamm auf Hohlstellen abgesucht. „Wenn man auf das Holz klopft, dann singt der Stamm richtig“, erklärt Schlesinger die Untersuchung. Bei den Resten des alten Maibaums, der ebenfalls in der Scheune von Dr. Helmut Burdorf lagert, würde man das morsche Holz und die hohlen Stellen direkt hören.

Der neue Stamm ist außerdem sehr gerade gewachsen und inzwischen gut getrocknet. „Auch deswegen ist er statisch unbedenklich“, urteilt Schlesinger. „Die Reihebürgerschaft hat einen guten Stamm gefunden“, lobt Beisner. Der stellvertretende Vorsitzende des KVV hatte in Zusammenarbeit mit der Reihebürgerschaft und weiteren Helfern die knapp 60 Jahre alte Fichte im Oktober aus dem Süntelwald geholt.

Bis der Maibaum wieder steht, ist noch viel zu tun. „Die alte Stahlkonstruktion ist verrotet“, erklärt Beisner. Mit neuen Schienen und Schrauben muss der Stamm noch in die Fassung am Steinhof eingepasst werden. Dafür werden dicke Löcher gebohrt. „Bei dem alten Stamm waren das die Schwachstellen, wo Wasser eindringen konnte“, erklärt Beisner. „Das dichten wir dieses Mal richtig ab.“ Außerdem – und dafür ist wiederum Peter Stange zuständig – fehlt dem Baum noch die richtige Farbe. Stange wird den Baum grundieren und streichen.

Damit wäre dann der Stamm fertig – der Maibaum-Schmuck aber noch nicht. Die Vereins- und Stadtwappen, die den Baum zieren, sind ebenfalls zum Teil verrostet oder haben Farbe verloren. „Die schauen wir uns alle nochmal genau an“, berichtet Beisner, „aber manche müssen wohl überarbeitet werden.“ Das alles kostet Geld, was der KVV derzeit aus eigener Tasche zahlt. „Wir werden aber wohl nochmal an die Vereine herantreten“, sagt Beisner und hofft, dass die Endabrechnung auf mehrere Schultern verteilt wird.

Der Fahrplan des KVV sieht vor, dass alle Arbeiten an dem Baum bis zum 25. April abgeschlossen sind. „Dann wollen wir den Baum testweise aufstellen“, erklärt Beisner. Läuft alles glatt, soll kurzfristig ein Termin für die feierliche Einweihung angesetzt werden.

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