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Drei Naturparke und drei Leader-plus-Regionen arbeiten Hand in Hand, um Touristen zu locken

Startschuss für den Wanderweg Weserbergland

Weserbergland (rd). Die Wanderregion Weserbergland soll zu einer Qualitätswanderregion werden. Dieses Ziel hat sich der Verein "Weserbergland Tourismus" (WT) auf die Fahnen geschrieben. Die Vorplanungen dazu sind nun in vollem Gange. Landschaftsplaner Bernd Schackers vom UIH Ingenieur- und Planungsbüro Höxter: "Bis Ende Mai nächsten Jahres soll ein Marketingkonzept auf dem Tisch liegen. Doch dann stehen große Aufgaben für die weitere Umsetzung in der gesamten Region Weserbergland bevor."

Fit für die Schaffung des Qualitätswanderweges Weserbergland sin

Mithin: Die Sache wird spannend. Die Federführung für das Projekt hat der Naturpark Weserbergland übernommen. Die Grundlage bildet der bestehende Weserberglandweg. WT-Vorsitzender Rüdiger Butte, Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, stellte in der Auftaktveranstaltung in Bodenwerder-Buchhagen klar: "Wir verstehen uns zwar alle als Wanderregion, und es wird auch künftig ein Schwerpunkt unserer touristischen Entwicklung sein, wir haben allerdings erhebliche Defizite: Es gibt keinen gemeinsamen Leitweg als übergreifendes Projekt, die Infrastruktur ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, und es mangelt an einem gebündelten Außenmarketing. Fazit: Die vorhandenen Ressourcen sollen zukünftig besser genutzt werden." Neben den drei Naturparken Weserbergland, Solling-Vogler und Münden konnte der Geschäftsführer des Naturparks Weserbergland, Wilhelm Kuhlmann, auch die drei Leader-plus-Regionen "Westliches Weserbergland", "Vogler-Region Weserbergland" und "Weserbergland-Solling" ins Boot holen. In einem Kooperationsprojekt dieser drei Regionen wurden die notwendigen Mittel für die Planungsphase des Qualitätswanderweges Weserbergland sichergestellt: Von den 100 000 Euro würden rund 50 000 Euro aus EU-Mitteln finanziert, teilte jetzt der Verein Weserbergland Tourismus in einer Pressenotiz mit. Die andere Hälfte teilen sich die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Holzminden und Northeim und teilweise auch die beteiligten Leader-plus-Gemeinden. Mit den Planungsarbeiten wurde die "Arbeitsgemeinschaft Weserberglandwandern", ein Zusammenschluss des UIH Ingenieur- und Planungsbüros Höxter, der AG Erlebniswandern Paderborn und der Lorenz Tourismusberatung aus Berlin beauftragt. Bernd Schackers, Projektleiter von UIH, stellte in der Auftaktveranstaltung den anwesenden Vertretern der Kommunen, der Waldeigentümer und der Wandervereine und Tourismusverbände das Projekt mit seinen umfangreichen geplanten Arbeitsschritten vor. In einem ersten Schritt wird der Weserberglandweg zwischen Bad Karlshafen und Rinteln auf einer Strecke von rund 140 Kilometern im Gelände erfasst und bewertet. Dies erfolgt nach einem umfangreichen Kriterienkatalog des Deutschen Wanderverbandes. Ziel, so Schackers, sei die Zertifizierung des Weserberglandweges durch den Deutschen Wanderverband als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland". Eine Schulung zum Bestandserfasser für den "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" im Weserbergland wurde am 17. und 18. Juli in Höxter vom Deutschen Wanderverband veranstaltet. Den Teilnehmern wurden im theoretischen Teil die Erfassung, Dokumentation und Bewertung der Qualitätskriterien vermittelt. Kriterien, wie die Befestigungsart des Weges, die Qualität von Wegweisern, die benutzerfreundliche Markierung oder der Abwechslungsreichtum der durchwanderten Landschaft wurden im praktischen Teil der Schulung rund um Höxter erprobt. Zusätzlich zu diesem Leitweg sollen Wege und Wegeschlaufen zu Orten oder Wanderparkplätzen sowie zu kulturellen und landschaftlichen oder naturkundlichen Höhepunkten vorgeschlagen werden.

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