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Von Tourismus bis Hochwasserschutz

Startschuss für 13 Projekte - mit Brüsseler Geld

Landkreis (jl). Die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Schaumburg hat jeweils einstimmig den Weg für die Umsetzung der ersten 13 Vorhaben dieses Sieben-Jahre-Programms freigemacht. Bei einer Sitzung im Lauenhäger Bauernhaus wurden 13 Maßnahmen im Wert von insgesamt rund 570 000 Euro beschlossen. Alle sollen in diesem Jahr begonnen werden.

Bremsschacht Nummer 7

Im Bereich Tourismus werdenüber Leader in der ersten Phase drei Vorhaben gefördert: Ein Touristisches Marketingkonzept Schaumburger Land, das nach Angaben des Tourismus-Managers Olaf Boegner bestehende Ansätze verfeinern soll. Bad Eilsen bekommtüber das Leader-Programm Unterstützung zur Aufstellung eines touristischen "Masterplans". Den braucht der Kurort nach den Worten von Bürgermeister Horst Rinne, um den Status Heilbad zu halten, um den es in einem Genehmigungsverfahren des Landes geht. Ausgelotet werden soll mit Hilfe des Geldes aus Brüssel auch die bessere Vermarktung des Markenzeichens "Wilhelm Busch" -nicht nur in Wiedensahl, sondern kreisweit. Beim Komplex Siedlungsstruktur und historische Bauten wird es vier Projekte geben: So soll es eine große Bestandsaufnahme der Hagenhufendörfer mit dem Ziel von Schutzmaßnahmen geben. Die Lauenhäger bekommen Unterstützung bei einem Konzept für das Fachwerkwerkhaus, das noch die Adresse Hülshagen 1 hat. Besser in Szene gesetzt werden soll ein Relikt aus Bergbauzeiten, das Gebäude des einstigen Bremsschachtes 7 im Bückeberg bei Wendthagen. Auch der Feggendorfer Stolln oder besser dessen Umfeld wird vom Leader-Förderprogramm profitieren. Mit Leader soll der historische Schacht vor allem von Besuchern besser erreicht werden können. Weil der Hochwasserschutz zum Förderspektrum gehört, so Projektmanager Heiko Wiebusch, und andere Förderprogramme nicht existieren, sind vier Vorhaben aufgenommen worden: Das Nienstädter Hochwasser im Bereich des Gewerbegebietes an der B 65 soll künftig an Ort und Stelle aufgefangen werden und nicht nach Stadthagen laufen. Die Kreisstadt bekommt Zuschüsse für ein Schutzprojekt beim Ortsteil Habichhorst und ein weiteres auf dem Bückeberg. Die Kommunen im nördlichen Landkreis bekommen einen Zuschuss für ein Schutzkonzept für das gesamte Gebiet mit Ausnahme von Rodenberg. Zwei Projekte betreffen die Bückeburger Niederung und Nachbargebiete: In der Niederung sollen auf Initiative des Nabu Kleingewässer angelegt werden, die mehr (Tier-)Leben möglich mach sollen. In einen Pilotprojekt soll entlang des Mittellandkanals von Bückeburg bis Hespe ein optimales Pflegekonzept für Gräben entwickelt werden.

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