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Fehlerhafte Trinkwasserabrechnungen der Stadtwerke Schaumburg-Lippe für Kunden in Niedernwöhren und Meerbeck

Stadtwerke entschuldigen sich für Abrechnungs-Chaos

Niedernwöhren/Meerbeck (gus). Die Trinkwasserabrechnungen der Stadtwerke Schaumburg-Lippe für die Niedernwöhrener und Meerbecker Kunden sind in diesem Jahr gleich drei Mal zugestellt worden. Ein Fehler hatte sich eingeschlichen. In der Korrektur folgte ein weiterer Fehler.

Für die angezettelte Verwirrung der eigenen Kunden entschuldigt sich das Unternehmen. Es habe sich zwei Mal ein bedauerlicher Fehler eingeschlichen, so Pressesprecherin Maren Hue. Sie versichert, dass nun alles korrekt ist. Der Hintergrund: Zum 1. Januar 2008 sollte der Frischwasserpreis für den einstigen Bereich des Wasserbeschaffungsverbands Kreidemulde von 0,85 auf 0,98 Cent pro Kubikmeter angehoben werden. Im ersten Abrechnungs-Versuch für den Zeitraum November 2007 bis Oktober 2008 wurde diese Preisentwicklung jedoch nicht berücksichtigt. Der Kubikmeter kostete also angeblich noch immer 0,85 Cent. Wenige Tage später folgte die erste Korrektur mitsamt einem erklärenden Schreiben. Diesmal fand sich die neue Gebühr auch darin wieder - allerdings nicht für den Zeitraum ab dem 1. Januar sondern für die Spanne ab dem 1. Oktober bis zum Tag des Ablesens der Wasseruhren. "Das war ein Zahlendreher", so Hue. Statt "01" sei "10" eingegeben worden. Resultat war, dass sich die Saldo-Beträge kaum von den ersten Abrechnungsschreiben unterschieden. Diesmal dauerte es etwas länger, bis der Lapsus bemerkt wurde. Inzwischen waren die Soll- oder Guthaben-Beträge bereits ausgezahlt worden. Daraus resultierte eine zweite Korrekturabrechnung, die um einiges komplizierter war als die erste. Die korrekten Verbräuche der Zeitspanne von Oktober 2007 bis Dezember 2007, die verkehrt errechneten Verbräuche der Zeitspanne November 2007 bis September 2008, die korrekten Verbräuche von Januar 2008 bis Oktober 2008 sowie die bereits korrekt errechneten Verbräuche des Zeitraums 1. Oktober 2008 bis zum Ablesetag wurden aufgerechnet. So ergaben sich Saldi, die den Kunden aber erst dann verständlich wurden, wenn sie Kenntnis davon hatten, dass die Guthaben beziehungsweise Fehlbeträge der zweiten Korrektur-Rechnung bereits vom Konto abgebucht beziehungsweise gutgeschrieben worden waren. "Das wäre auch einfacher gegangen", meint einer der Kunden. Beispielsweise, wenn statt der unterschiedlichen Zeiträume einfach das verkehrte Saldo mitaufgelistet worden wäre.

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