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Wolfgang Seele wird Einzelbewerber

Stadtkämmerer kandidiert für Bürgermeisteramt

Obernkirchen (sig). Das ist ein Paukenschlag. Die Bergstadt hat praktischüber Nacht einen dritten Bewerber um das Amt des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters. Das ist der amtierende Stadtkämmerer Wolfgang Seele. Er wurde bislang nicht öffentlich gehandelt und hat sich bislang auch absolut bedeckt gehalten. Seit Dienstag ist jedoch klar: Er tritt im September als Einzelbewerber an, denn er ist kein eingeschriebenes Parteimitglied.

Wolfgang Seele

"Ich habe vorher ausgiebig mit meiner Familie gesprochen und noch einmal eine Nachtüber diesen Entschluss geschlafen, dann war meine Entscheidung klar", erklärte der neue Bürgermeisterkandidat. Seine Kontrahenten Oliver Schäfer (SPD) und Bernd Kirsch (WIR) warten nun noch auf die Kandidatenkür der CDU, dann wäre das Quartett komplett. Ob die Grünen und die FDP auf diesem Feld noch tätig werden oder ob es einen weiteren Einzelbewerber gibt, ist noch nicht bekannt. Er würde nicht antreten, wenn er sich keine Chancen ausrechnen könne, äußerte sich der kommunale Schatzmeister und fügte hinzu: "Es ist kein schlechter Rat, in die Fußstapfen des amtierenden Stadtdirektors Wilhelm Mevert zu treten, denn er hinterlässt bei seinem Ausscheiden aus dem Amt ein wohl bestelltes Haus." Natürlich sei auch er jederzeit zu vernünftigen Kompromissen bereit und hoffe, dass bei den Ratsmitgliedern das Wohl aller Bürger Priorität vor Einzel- oder Parteiinteressen habe und auch weiterhin behalte. Ein vorformuliertes Programm oder irgendwelche Leitlinien hatte er so kurz nach der Ankündigung seiner Kandidatur noch nicht zur Hand. Aber Wolfgang Seele geht jetzt für zwei Wochen mit seiner Familie in Urlaub. Dort will er dann die nötige Zeit finden, sich damit zu befassen. Urlaubsziel ist das Nachbarland Holland, in der von Maastricht. Das habe nichts mit den Maastricht-Kriterien zu tun, gegen die Deutschland nicht mehr lange ungestraft verstoßen kann, teilt er ergänzend mit. Aber es sei ihm klar, dass Sparsamkeit auch in Obernkirchen weiterhin oberstes Prinzip bleibt.

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