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Stadt hält Namen von Spendern unter Verschluss

Hameln (ni). 5000 Euro für ein Konzert und 4000 für das Kinder- und Jugendtheater, 2400 Euro für die Bibliothek und 1500 für die Freiwillige Feuerwehr, 800 Euro für Kinder-Mittagstisch, 150 fürs Schuljubiläum und 764 für ein Gartenhäuschen im Schulgarten – Hamelns Wirtschaft und Hamelns Bürger greifen gelegentlich tief ins Portemonnaie, um Einrichtungen ihrer Kommune zu unterstützen.

82 Einzelspenden im Wert von jeweils über 100 Euro und mit einer Gesamtsumme von rund 71 000 Euro sind der Stadt allein im Zeitraum vom Mitte Mai bis Ende Dezember 2009 zugeflossen. Zu entnehmen ist diese Zahl einer Spenderliste, die die Verwaltung jetzt für die Ratsmitglieder zusammengestellt hat. Das ist neu und einer Ergänzung der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) um die sogenannte Sponsorenregelung geschuldet. Danach muss ab sofort der Rat  in öffentlicher Sitzung über die Annahme von Spenden entscheiden. Das tat er gestern Abend auch - allerdings ohne auch nur einen einzigen Wohltäter beim Namen zu nennen oder einen Spendenbetrag preiszugeben. Der Landkreis ist da wesentlich offener: Wenn der Kreistag über die Annahme von Spenden zu entscheiden hat, weiß auch die Öffentlichkeit, von welchen Gönnern und welchen Gaben die Rede ist.

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