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Sprungturm und Söltjerfiguren auf Standfestigkeit geprüft

BAD MÜNDER. Ihr Ziel: Eine gleichmäßige Sinuskurve, die sich nach Abschluss der Messung auf dem Display der Rechnereinheit abzeichnet. Ist sie zu sehen, können die Messtechniker Patrick Philippi und Bernhard Siebentritt ihrem Auftraggeber eine positive Mitteilung machen: Das von ihnen geprüfte Objekt ist standsicher.

Der Laser oben am Sprungturm wird von Bernhard Siebentritt ausgerichtet – Patrick Philippi justiert die Kamera. Foto: jhr
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Alle fünf Jahre lässt die Stadtverwaltung die Standsicherheitsprüfung an besonderen Objekten im Stadtgebiet vornehmen. Keine Pflicht – sehr wohl aber eine Absicherung, denn: Kein Verwaltungsmitarbeiter will die Verantwortung dafür übernehmen müssen, dass durch nicht erkannte Mängel eine Skulptur umstürzt oder ein Sprungturm zusammenbricht und Menschen zu Schaden kommen. Durch die Arbeit von Philippi und Siebentritt gibt es Gewissheit, dass die Standsicherheit nicht beeinträchtigt ist.

Bei ihrem jüngsten Auftrag in Bad Münder hatten sich die beiden Techniker eines bundesweit tätigen Unternehmens aus Erkelenz mit zwei besonderen Objekten zu beschäftigen: dem Söltjerbrunnen vorm Rathaus und dem Sprungturm im Rohmelbad. Für die Prüfung der beiden Objekte setzten die Fachleute ähnliche Verfahren ein. Die schweren Figuren am Brunnen wurden mit einem Laser ausgestattet, der wiederum auf eine Kamera ausgerichtet wurde. Dann brachten Philippi und Siebentritt die Figuren in Schwingung und zeichneten den Verkauf der Prüfung auf.

Am Sprungturm wurde an der Säule zur Plattform des Fünfers ein Gerät installiert, in dessen Innern ein drei Kilo schweres Gewicht beschleunigt werden kann – bis zu 300 Umdrehungen pro Minute. Selbst das verhältnismäßig geringe Gewicht führt in der Beschleunigung dazu, dass sich Schwingungen auf das Bauwerk übertragen. Das Vibrieren des gesamten Sprungturms brachte Philippi dabei nicht aus der Ruhe. Die Dämpfung wurde gemessen, alle aufgenommenen Werte im Computer verrechnet.„Sieht gut aus“, bemerkte der Techniker nach einem ersten Blick auf die Kurve. Für eine genaue Auswertung wird er sich mehr Zeit nehmen müssen – die Analyse der aufgenommenen Werte erfolgt später im Büro.

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