weather-image
18°

Springerin fuhr den Fluchtwagen

Hamburg/Salzhemmendorf (red). Nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf belasten sich die Tatverdächtigen gegenseitig schwer. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat die 23-jährige Springerin ausgesagt, dass sie den Brandanschlag gezielt verübt hätten. Sie hätten gewusst, dass in dem Haus Asylbewerber leben. Der 30-jährige Dennis L. hat nach eigener Aussage den Molotow-Cocktail auf das Haus geworfen. Vorher soll er der Frau zufolge gesagt haben: Wenn der "Neger" brenne, feiere er richtig. Dennis L. bestreitet das. Er hat aber zugegeben, den Brandsatz geworfen zu haben. Er bereue die Tat aufrichtig und bitte die Familie um Entschuldigung.

 

Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ haben sich die Springerin Dennis L. und Sascha D. am Abend des Anschlags in der Garage von Dennis L. in Lauenstein, knapp fünf Kilometer vom Haus der Asylbewerber entfernt, getroffen. Dort haben sie stundenlang rechtsextreme Musik gehört und mitgesungen, irgendwann dann den Molotow-Cocktail gebastelt, eine leere Flasche mit Holzspänen und Benzin gefüllt. Die Anleitung dafür haben sie sich im Internet gesucht. Die beiden Männer sollen sich betrunken haben - mit Bier und knapp zwei Flaschen Weinbrand. Die Springerin hat offenbar nicht mitgetrunken. Sie soll bei klarem Verstand gewesen sein, als sie später das Auto zur Unterkunft der Flüchtlinge in Salzhemmendorf fuhr.
Dort hat Dennis L. um kurz nach 2 Uhr den Brandsatz auf das Haus geschleudert. In seiner Aussage behauptet er, absichtlich auf das Fenster gezielt zu haben, hinter dem niemand schlafe. In seiner Darstellung äußert er sich jedoch widersprüchlich.

 

An anderer Stelle sagt er, er habe nicht gewusst, dass genau in diesem Haus die Flüchtlinge leben. Laut den Aussagen  der Springerin und Dennis L. haben sie nach der Tat noch Sascha D. in der Nähe der Freiwilligen Feuerwehr Salzhemmendorf abgesetzt. Er war dort Mitglied. Nach Angaben der Feuerwehr nahm er in dieser Nacht tatsächlich am Löscheinsatz teil. Dennis L. erschien wenige Stunden nach dem Anschlag, pünktlich um 6.30 Uhr, auf seiner Arbeitsstelle in Salzhemmendorf.
Auch die Springerin hat in ihrer Vernehmung die Tat bereut. Dennis L. gab beim Untersuchungsrichter an, ihm sei mittlerweile bewusst, dass durch den Brandsatz Menschen hätten sterben können. Aber bei der Tat sei ihm das wohl nicht klar gewesen, er habe zu viel getrunken.

 

Die 34-jährige Mutter und ihre vier, acht und elf Jahre alten Kinder aus Simbabwe, die in der Wohnung lebten, blieben unverletzt, müssen aber psychologisch betreut werden. Die drei Verdächtigen sitzen wegen schwerer Brandstiftung und gemeinschaftlichen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Der 24-jährige Sascha D. hat nach Informationen von NDR, WDR und SZ ebenfalls zugegeben, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, aber nicht in welcher Form. Er ist den bisherigen Erkenntnissen zufolge in der rechten Szene aktiv und einschlägig vorbestraft wegen eines Hitlergrußes. Sascha D. lebt etwa 300 Meter von der Flüchtlingsunterkunft entfernt, kannte die Gegebenheiten gut.

Hamburg/Salzhemmendorf (red). Nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf belasten sich die Tatverdächtigen gegenseitig schwer. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat die 23-jährige Springerin ausgesagt, dass sie den Brandanschlag gezielt verübt hätten. Sie hätten gewusst, dass in dem Haus Asylbewerber leben. Der 30-jährige Dennis L. hat nach eigener Aussage den Molotow-Cocktail auf das Haus geworfen. Vorher soll er der Frau zufolge gesagt haben: Wenn der "Neger" brenne, feiere er richtig. Dennis L. bestreitet das. Er hat aber zugegeben, den Brandsatz geworfen zu haben. Er bereue die Tat aufrichtig und bitte die Familie um Entschuldigung.

 

Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ haben sich die Springerin Dennis L. und Sascha D. am Abend des Anschlags in der Garage von Dennis L. in Lauenstein, knapp fünf Kilometer vom Haus der Asylbewerber entfernt, getroffen. Dort haben sie stundenlang rechtsextreme Musik gehört und mitgesungen, irgendwann dann den Molotow-Cocktail gebastelt, eine leere Flasche mit Holzspänen und Benzin gefüllt. Die Anleitung dafür haben sie sich im Internet gesucht. Die beiden Männer sollen sich betrunken haben - mit Bier und knapp zwei Flaschen Weinbrand. Die Springerin hat offenbar nicht mitgetrunken. Sie soll bei klarem Verstand gewesen sein, als sie später das Auto zur Unterkunft der Flüchtlinge in Salzhemmendorf fuhr.
Dort hat Dennis L. um kurz nach 2 Uhr den Brandsatz auf das Haus geschleudert. In seiner Aussage behauptet er, absichtlich auf das Fenster gezielt zu haben, hinter dem niemand schlafe. In seiner Darstellung äußert er sich jedoch widersprüchlich.

 

An anderer Stelle sagt er, er habe nicht gewusst, dass genau in diesem Haus die Flüchtlinge leben. Laut den Aussagen  der Springerin und Dennis L. haben sie nach der Tat noch Sascha D. in der Nähe der Freiwilligen Feuerwehr Salzhemmendorf abgesetzt. Er war dort Mitglied. Nach Angaben der Feuerwehr nahm er in dieser Nacht tatsächlich am Löscheinsatz teil. Dennis L. erschien wenige Stunden nach dem Anschlag, pünktlich um 6.30 Uhr, auf seiner Arbeitsstelle in Salzhemmendorf.
Auch die Springerin hat in ihrer Vernehmung die Tat bereut. Dennis L. gab beim Untersuchungsrichter an, ihm sei mittlerweile bewusst, dass durch den Brandsatz Menschen hätten sterben können. Aber bei der Tat sei ihm das wohl nicht klar gewesen, er habe zu viel getrunken.

 

Die 34-jährige Mutter und ihre vier, acht und elf Jahre alten Kinder aus Simbabwe, die in der Wohnung lebten, blieben unverletzt, müssen aber psychologisch betreut werden. Die drei Verdächtigen sitzen wegen schwerer Brandstiftung und gemeinschaftlichen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Der 24-jährige Sascha D. hat nach Informationen von NDR, WDR und SZ ebenfalls zugegeben, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, aber nicht in welcher Form. Er ist den bisherigen Erkenntnissen zufolge in der rechten Szene aktiv und einschlägig vorbestraft wegen eines Hitlergrußes. Sascha D. lebt etwa 300 Meter von der Flüchtlingsunterkunft entfernt, kannte die Gegebenheiten gut.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare