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Jahresversammlung der VTR: Giso Ansorge ist neuer Oberturnwart / André Bödeker tritt in die zweite Reihe

"Sportvereine leisten gesellschaftspolitischen Beitrag"

Rinteln (who). Im vorigen Jahr ist die mögliche Verlagerung der Sportstätten vom Steinanger zur Burgfeldsweide ein großes Thema für die Vereinigte Turnerschaft Rinteln gewesen. Nach der Aufgabe des Plans durch die Stadt hat das stornierte Projekt zur Jahreshauptversammlung am vorigen Donnerstag nur marginale Bedeutung gehabt. Der mit2400 Mitgliedern größte Sportverein im Landkreis sorgt mit rechtzeitigen Korrekturen vor, um das Schaumburger Sportflaggschiff auf Kurs zu halten.

VTR-Vorsitzender Karl-Heinz Frühmark (M.) mit dem neuen Oberturn

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind das Rückgrat der Vereine, betonte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier. Weil der Staat nicht mehr alle Trägeraufgaben für die Vereine übernehmen könne, seien diese künftig mehr gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Dabei seien besonders die Sportvereine als Klassiker im Ehrenamt ein Sozialkapital, das nicht hoch genug angesetzt werden könne. "Sportvereine sind nicht Bittsteller, sondern sie leisten einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag", hob Schöttelndreier hervor. So sah es auch Rintelns Hochbauamtsleiter Reinhold Koch für die Stadt Rinteln in Vertretung von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Mit dem Dank für die "konstruktive Zusammenarbeit" bei der gestoppten Sportstättenverlegung verband er die Vorausschau: "Künftig wird mehr finanzielles Engagement der Vereine erwartet." VTR-Kapitän Karl-Heinz Frühmark konnte dazu anführen: "Unser Vereinsheim trägt sich seit 27 Jahren selber." Die VTR habe die Vereinskasse für dessen Unterhalt bislang nicht strapazieren müssen. "All unsere Bemühungen wären jedoch umsonst, wenn es nicht gelänge, immer wieder neue Mitstreiter zu für den Verein zu gewinnen", betonte Frühmark. In diesem Zusammenhang leitete er unter anderem den Wechsel auf der Position des Oberturnwartes der VTR ein als deutlichste Veränderung im Verein. André Bödeker hatte die Schlüsselfunktion seit zehn Jahren ausgeübt und ist aus beruflichen Gründen jetzt in die zweite Reihe zurückgetreten. Als Spartenleiter bleibe er den Kunstturnerinnen und Kunstturnern erhalten. Darüber hinaus behält Bödeker seinen Sitz im Turnrat des Turnkreises Schaumburg und bleibt auch Kampfrichter im Niedersächsischen Turnerbund. André Bödeker hatte für die Aufgabe des Oberturnwartes ideale Voraussetzungen mitgebracht als exzellenter Turner und Leichtathlet. Als Schwerpunkt hat er die Förderung des Breitensports angesehen. Dazu ist der Aufstieg der Kunstturner in die Regionalliga und deren zweiter Platz in der niedersächsischen Rangliste auf sein Engagement zurückzuführen. Mit Giso Ansorge präsentierte Frühmark den Nachfolger für Bödeker. Der Sportlehrer am Gymnasium Ernestinum bringt seinerseits großes Kapital mit für das Amt, denn: Ansorge ist als Jugendlicher Leistungssportler in der ehemaligen DDR gewesen.

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