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38-jähriger Bankkaufmann wird Bürgermeister-Kandidat / Offizielle Nominierung Anfang April

SPD zieht mit Oliver Schäfer in den Wahlkampf

Obernkirchen (crs). Noch vor der CDU lässt die SPD die Katze aus dem Sack: Mit Oliver Schäfer als Bürgermeister-Kandidat starten Obernkirchens Genossen in den Kommunalwahlkampf. Einmütig hat die eigens eingerichtete Findungskommission den 38-jährigen Bankkaufmann nominiert - am Freitagabend wurde der frisch gebackene Kandidat bei der Jahreshauptversammlung der Gelldorfer SPD erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

"Ich lebe gerne in Obernkirchen und ich freue mich auf die Herausforderung, diese Stadt zu gestalten." Oliver Schäfer strahlt: Er freut sich sichtlich über die Nominierung durch die Findungskommission. Ein gutes Jahr lang hatten der geschäftsführende Vorstand und die Ortsvereinsvorsitzenden unter der Leitung von Fraktionschef Wilhelm Mevert in einem Abwägungsprozess alle Möglichkeiten ausgelotet und insgesamt sechs mögliche Kandidaten unter die Lupe genommen. Als Wunschkandidat herausgekommen ist dabei einer, den viele schon seit langem als Favorit handelten: Stadtverbands-Vorsitzender Oliver Schäfer. "Er ist ein Teamarbeiter, er weiß, wie Politik funktioniert, er ist ein Finanzfachmann", sieht Mevert bei Schäfer "sehr gute Voraussetzungen, eine Stadt entsprechend zu führen". Die fehlende Verwaltungserfahrung des Kandidaten ist für Mevert ebenso wenig ein Manko wie das vom amtierenden Bürgermeister Horst Sassenberg kritisierte vergleichsweise junge Alter. Schäfer habe zur Vorbereitung auf diese Aufgabe im vergangenen Jahr verschiedene Verwaltungs-Lehrgänge besucht, und mit 38 Jahren habe er "die Perspektive, über Jahre etwas aufzubauen". "Ich möchte mit dieser Aufgabe wachsen", begreift sich Schäfer als ein Teamarbeiter, der in der Stadtverwaltung auf Experten mit entsprechender Erfahrung zurückgreifen kann. Seinen kaufmännischen Hintergrund bewertet er dabei als Vorteil: "So können neue Denkansätze Einzug halten in die Verwaltungsarbeit." Undüber den noch zu nominierenden Gegenkandidaten von der CDU macht er sich erst mal keine Gedanken: "Das sehe ich ganz gelassen." Eine "Aufbruchstimmung" hat Fraktionschef Mevert bei der Versammlung in Gelldorf verspürt. Auch wenn Schäfer erst bei einer Stadtverbands-Versammlung Anfang April offiziell nominiert wird, dürfte der Wahlkampf in der Bergstadt am Freitagabend begonnen haben. Das sieht jedenfalls Oliver Schäfer so: "Jetzt geht's los."

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