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SPD kann Bürgermeister-Remmer-Heim nicht mehr halten

BAD MÜNDER. Eigentlich sieht es finanziell beim SPD-Ortsverein Bad Münder-Hachmühlen/Brullsen ganz gut aus – trotz zweier Wahlen im vergangenen Jahr liegen die Ausgaben nur leicht über den Einnahmen. Sorgen bereitet jedoch ein Projekt: Das Bürgermeister-Remmer-Heim wirft zu hohe Kosten auf.

Swen Fischer (li.), stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, und Uwe-Peter Keil (re.), Stadtverbandsvorsitzender, gratulieren dem neuen Ortsvereinsvorsitzenden Wilfried Hartmann. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Das im Osterberg gelegene Gebäude ist im Besitz des Ortsvereins. Vor allem finden dort diverse Veranstaltungen statt. Aber „das Remmer-Heim verschlingt viel Geld“, berichtet Kassierer Udo Zelck bei der Jahresversammlung des Ortsvereins. Vor allem nötige Reparaturen an dem Gebäude seien zu teuer.

„Das können wir so nicht weiter tragen“, sagt Siegfried Schönfeld. Eine neue Idee müsse in Ruhe, aber ernsthaft und zügig angegangen werden. Auch SPD-Fraktionschef und Ratsgruppenchef Uwe Nötzel ist überzeugt: „Man muss die Finanzierung schnell von der Kasse des Ortsvereins entkoppeln, und dann über Möglichkeiten für die Zukunft nachdenken. Es wäre natürlich schön, wenn uns das gelingen könnte.“ Aber wenn es nicht gelinge, würde auch ein Abriss Kosten verursachen, gibt Helmut Steinwedel zu bedenken.

Denkbar ist auch die Gründung eines Fördervereins, um das Heim für Veranstaltungen aller Art zu erhalten, wie Detlev Ascher vorschlägt. Einigkeit herrscht bei der SPD in dem Punkt, dass eine schnelle Lösung für das Remmer-Heim gefunden werden muss.

Der neue Vorsitzende

Bereits seit dem vergangenen Jahr stand der SPD-Ortsverein ohne einen Vorstand da, nachdem der erst im Februar gewählte Daniel Köhler den Ortsverein verließ. Sein Stellvertreter, Swen Fischer, der kommissarisch die Leitung übernahm, bedankte sich bei seinen Mitstreitern, „die dafür gesorgt haben, dass es nach außen kaum auffiel, dass es keinen Vorsitzenden gab“. Seit Montagabend ist der Posten nun wieder besetzt: Wilfried Hartmann wurde als Vorsitzender gewählt. Bereits vor zehn Jahren hatte Hartmann, der schon seit vielen Jahren im Ortsverein aktiv ist, die Leitung des Vereins inne. Er übernehme den Posten nun erneut, da er nicht wolle, dass der Ortsverein das Risiko eingehe, zugrunde zu gehen, sagt er. „Der soziale Gedanke und die Demokratie liegen mir sehr am Herzen“, deshalb habe er sich entschieden, den Vorsitz nun erneut zu übernehmen. „Ich stehe für den Neuaufbau der Partei, auch hier vor Ort“, sagt Hartmann. Vor allem wünscht er sich mehr öffentliche Diskussionen mit den Bürgern. Auch die Mitglieder sollen mehr eingebunden werden. Darüber hinaus möchte er das Thema Innenstadt angehen.

Die übrigen Themen

Die Mitgliederzahlen des SPD-Ortsvereins halten sich in den vergangenen Jahren stabil, derzeit liegen sie bei 113 Personen. 74 Prozent davon sich Männer, 26 Prozent Frauen. Mit 70 Prozent ist der Anteil der über 60-Jährigen deutlich der größte. 22 Prozent sind zwischen 35 und 59 Jahre alt, etwa 9 Prozent unter 35 Jahre. Eine Verschiebung gibt es im Bereich der Beschäftigung: von Arbeitern hin zu Angestellten und Pensionären sowie Rentnern. Durch die Groko-Podiumsdiskussion hat der Ortsverein sechs neue Mitglieder dazugewinnen können.
Erfolgreich im Jahr 2017 seien die drei genehmigten Leader-Anträge – Solebad, Tal der Süntelbuchen und Internetauftritt der GeTour – und der Verkauf des Kurhotels gewesen, fasst SPD-Fraktionschef und Ratsgruppenchef Uwe Nötzel in seinem Bericht zusammen. „2017 war für Bad Münder in gutes, erfolgreiches und aktives Jahr.“ Bürgermeister Hartmut Büttner weist darauf hin, dass Förderantrage weiterhin gestellt werden können.
Mit dem Sieg SPD-Kandidaten bei den Wahlen im vergangenen Jahr seien beide Wahlkämpfe sehr erfolgreich gewesen, berichtet der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Swen Fischer. „Was gut läuft in der Partei, ist das gute Miteinander, nach innen und nach außen.“ Die SPD habe eine negativere Phase überstanden. „Es macht wieder Spaß, in dieser Partei zu arbeiten“, so Fischer.

Auch traditionelle Veranstaltungen – wie etwa das Rosenverteilen in der Deister-Süntel-Klinik – hat der Ortsverein wieder durchgeführt. „Das zeigt, dass die politischen Parteien nicht nur im Wahlkampf präsent sind“, meint Fischer. Freiwillige gibt es auch bereits für weitere traditionelle Veranstaltungen, die Beteiligung durch mehr Mitglieder ist gewünscht.

Die Verkehrsüberwachung soll ausgeweitet werden. „Es muss stärker wahrgenommen werden, dass in Bad Münder Kontrollen durchgeführt werden, damit keine Gefahrensituationen im Verkehr entstehen“, so Büttner.

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