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Wahlkampf: Der Ton wird rauer / Bethge: "Falsches Signal"

SPD: "Held kostet 70000 Euro im Jahr - für das Auetal ein teurer Spaß"

Auetal (rnk). Die SPD schlägt im Bürgermeisterwahlkampf härte Töne an: 70 000 Euro koste es die Gemeinde jährlich, wenn Siegbert Held von der Wählergemeinschaft gewählt werden und dann Chef im Rathaus werden würde - und nicht Thomas Priemer von der SPD, rechnet Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Bethge in einer Pressemitteilung vor.

Bei einer Wahlzeit von acht Jahren seien dies fast 600 000 Euro. Es sei nicht einzusehen, so Bethge, mit Priemer nach einer Wahl von Held "einen guten Mann ins zweite Glied zu schicken und dafür einen weniger qualifizierten, dem jegliche Erfahrung oder Ausbildung fehlt," eine Gemeindeverwaltung führen zu lassen. 70000 Euro jährlich, das sei "ein teurer Spaß für einen Bewerber, der die Finanzen der Gemeinde verbessern will. Es klingt wie Hohn, den Bürgern weiß machen zu wollen, der WGA-Kandidat will Personalkosten einsparen; nur bei sich selbst macht er gern eine Ausnahme", feuert Bethge seine rhetorische Breitseiten ab. Die SPD dagegen habe mit dem Verzicht von Ursula Sapia auf eine weitere Kandidatur "klar gestellt", dass weiteres Führungspersonal nicht eingestellt werde, die Führungsaufgaben sollten im Hause verteilt werden. Bethge: "Durch die eingesparten Mittel soll ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, die Unterdeckung im Verwaltungshaushalt abzubauen." Da setze die WGA mit dem Kandidaten Held das falsche Signal, während es die SPD mit dem Sparen ernst meine, endet Bethge - nicht ohne zuvor aufgezählt zu haben, was mit 70 000 Euro im Jahr zu leisten sei: ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, eine umfangreiche Freibadsanierung, der Hochwasserschutz in Rehren oder Klein Holtensen, Multifunktionsspielplätze mit Jugendhüten in Rolfshagen und Rehren. Bethge: "Wohlgemerkt pro Jahr." Der harsche Ton der Presseerklärung darf wohl auch als Replik auf die von Held angestoßene Debatte um den Rintelner Wohnsitz des SPD-Kandidaten gewertet werden. Hartmut Kuhlmann, der Bürgermeister-Kandidat der CDU, wird in der Presseerklärung jedenfalls nicht erwähnt. Gestern fügte Bethge telefonisch seiner Presseerklärung noch eine Ergänzung an: Natürlich stimme die Rechnung auch, wenn Kuhlmann gewählt werde. Insofern setze auch die CDU ein "falsches Signal".

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