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S-Bahn: Nach den Pendlern sollen auch Einzelfahrscheinkäufer den Großraumtarif nutzen können

SPD fordert vollständige Anbindung an Region

Bad Münder (mf). Nachdem Zeitkartenbesitzer schon seit vier Jahren preisgünstig mit der S-Bahn zwischen Bad Münder und Hannover pendeln können, fordert die SPD nun auch eine entsprechende Regelung für Käufer von Einzelfahrscheinen. Die Kurstadt müsse endlich komplett an den Großraumtarif angebunden werden, heißt es in einem einstimmig vom Stadtverband verabschiedeten Antrag.


Darin werden Region Hannover und Landkreis Hameln-Pyrmont an eine Zusage aus dem Jahr 2006 erinnert. Damals seien „zeitnahe Verhandlungen“ angekündigt worden. Passiert sei indes nichts, monieren die Sozialdemokraten.

„Preislich interessante Einzelfahrscheine, Tages- und Familientickets gibt es lediglich im ursprünglichen Großraumgebiet, jedoch nicht ab Bad Münder oder Hameln“, klagt Vorsitzender Heinrich Söfjer. Um dann vorzurechnen: „Eine einzelne Fahrt nach Hannover kostet für Erwachsene ab Springe 3,60 Euro, ab Bad Münder dagegen 8,60 Euro.“ Und: Wer nach der Zugankunft in der Landeshauptstadt noch auf Busse und Straßenbahnen angewiesen sei, müsse – anders als beim Großraumtarif – dafür weitere Fahrscheine lösen.

Fazit der SPD: „Die Einführung eines Einzelfahr-scheintarifs für die Außenbereiche und den Großraumverkehr ist überfällig und sollte umgehend in Angriff genommen werden.“ Für Bad Münder sei die Anbindung an die Region sehr wichtig – auch in umgekehrter Richtung mit Blick auf Besucher.

Neben finanziellen Erleichterungen für die Betroffenen gebe es einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Aspekt: die Reduzierung der Umweltbelastung. Wenn die Zugverbindung so attraktiv sei, dass die Menschen ihr Auto stehen lassen, sinke der Abgas- und Kohlendioxidausstoß, heißt es.

Söfjer erinnert abschließend daran, dass die Regelung für Zeitkarteninhaber bereits zu einer „enormen Aufwertung des geografisch nicht ganz glücklich gelegenen Deisterbahnhofs durch höhere Fahrgastzahlen“ geführt habe. Vor diesem Hintergrund habe die Stadt dort auch neue Parkplätze gebaut. Viele Pendler, die auf dem Weg nach Hannover früher zunächst mit dem Auto zum Bahnhof Springe oder Völksen gefahren sind, starteten jetzt direkt in Bad Münder.

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