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Unternehmen macht am Tag der Ratsentscheidung Bedenken geltend

Sorge um künftige Entwicklung: Gemac und Stadt schließen Vertrag

Bückeburg (thm). Kurz vor der Sitzung des Stadtrates am vergangenen Donnerstag ist im Rathaus ein achtseitiges Schreiben eingegangen, in dem das Bückeburger Unternehmen Gemac sich sorgt, durch das geplante Baugebiet "Falkingsviertel" in seiner künftigen Entwicklung eingeengt zu sein. Verwaltung und Politik haben schnell reagiert: Zwar gab der Stadtrat grünes Licht für besagten B-Plan Nr. 71, in Kraft treten soll dieser jedoch erst, wenn zwischen Gemac und Stadt ein "Städtebaulicher Vertrag" vereinbart ist, welcher die Bedenken des Unternehmens ausräumt.

Eingangs hatte Bauamtsleiter Karlheinz Soppe noch einmal auf die Vorzüge des geplanten Baugebietes zwischen Bergdorfer und Hannoverscher Straße hingewiesen. Die wegen ihren innenstadtnahen Lage attraktive Fläche solle den Bedarf an Wohnbauflächen in der Kernstadt für die nächsten Jahre "voll abdecken". Das Problem der Nähe zwischen geplantem Wohngebiet zum einen und angrenzendem Industriebetrieb zum anderen hatten alle an der Planung Beteiligten ohnehin gesehen. Als Puffer zwischen Wohn- und Industrieflächen soll eine Sondergebietsfläche "Getränkehandel" dienen, für die es auch schon einen Investor gibt. Mit seiner sieben Meter hohen Betriebshalle und den den zwei bis sieben Meter hohen Schutzwänden soll der Betrieb laut Gutachten das Wohngebiet von dem vom Gemac-Gelände ausgehenden Lärm abschirmen. In dieseÜberlegungen hinein flatterte der sorgenvolle Gemac-Brief. "Das Unternehmen kann weitermachen wie bisher und erhält darüber hinaus einen gewissen Entwicklungsrahmen", sagte Soppe. Die Verwaltung empfehle, auf die Gemac-Bedenken "voll und ganz" einzugehen. Jürgen Harmening als Sprecher von CDU und BfB knüpfte die Zustimmung seiner Gruppe an zwei Bedingungen: Zum einen sollten Stadt und Unternehmen die Entwicklungsmöglichkeiten für Gemac vertraglich regeln, zum anderen dürfe der B-Plan erst nach Vertragsabschluss in Kraft treten. Dem schloss sich auch die SPD-geführte Gruppe an. Deren Sprecher Bernd Insinger: "Wir können froh sein, dass es diese Firma gibt."

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