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Warum Johannisbeeren so gesund sind

Sommer-Stars mit säuerlicher Note

Johannisbeeren sind echte Sommer-Stars: von der Sonne verwöhnt, lecker, erfrischend und gesund. Schon in der Steinzeit wurden die Beerenfrüchte im Wald gesammelt. Im Mittelalter schätzte man ihre Heilkraft bei Hautproblemen und gegen Fieber. Heute gelten Johannisbeeren als wahrer Jungbrunnen mit unendlich vielen positiven Eigenschaften.

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Grundsätzlich unterscheidet man zwischen weißen, roten und schwarzen Johannisbeeren. „Die roten sind säuerlicher im Geschmack“, erklärt Erika Poock vom Kartoffelhof Poock. Sie bietet auf dem Wochenmarkt ungespritzte Beeren aus eigener Ernte an: Die Schale kostet 2 Euro. Die weißen Johannisbeeren seien sehr mild im Geschmack, während die schwarzen ein kräftig-herbes Aroma besitzen, erzählt Erika Poock.

Egal, ob weiß, rot oder schwarz – Johannisbeeren sind richtige Vitamin C-Bomben, außerdem reich an Kalium, Eisen und Spurenelementen. Durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen sind sie verdauungsfördernd. Die kleinen Früchte gelten als Fänger freier Radikale, schützen so vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihre B-Vitamine sorgen für schönes Haar und starke Nerven. Und sie sind echte Schlankmacher: 100 Gramm rote Johannisbeeren enthalten nur 40 Kalorien, die schwarzen kommen auf 50 Kalorien. Sie sind die Vitamin-C-reichsten unter den Beeren: In 100 Gramm befindet sich mehr als das Doppelte des Tagesbedarfes.

Derzeit aber machen die Roten das Rennen auf dem Markt: Bei fast allen Obst- und Gemüseanbietern sind sie aus eigenem Anbau zu haben. So frisch gepflückt schmecken sie natürlich am besten. Dann entfaltet sich ihr intensives Aroma. Im Kühlschrank halten sie sich nur ein bis zwei Tage. Man sollte Johannisbeeren also schnell essen oder weiterverarbeiten.

Dazu streift man die Beeren mit einer Gabel von der Rispe und wäscht sie im stehenden Wasser. Sie munden in Joghurt, zu Müsli oder Eis. Man kann sie zu köstlichen Desserts, zu Marmelade oder Saft verarbeiten und mit ihnen Kuchen backen. Sie passen zu Eierpfannkuchen oder Waffeln. Und geben Wild- und Geflügelgerichten den besonderen Pfiff.

Richtig lecker sind die roten Früchtchen aber beileibe nicht nur in Süßspeisen – auch Salate bekommen durch die Beeren das gewisse Etwas. Wie wär’s zum Beispiel mit einem Blattsalat mit Roter Bete, Schafskäse und Johannisbeeren. Der ist leicht, bekömmlich und perfekt bei hochsommerlichen Temperaturen. Dazu die Rote-Bete-Knollen abbürsten, abwaschen und – in Alufolie eingeschlagen – bei 200 Grad Celsius rund eine Stunde im Backofen garen. In der Zwischenzeit den Blattsalat waschen. Für das Dressing Essig mit Senf, Knoblauch, Salz und Pfeffer verquirlen und Olivenöl unterrühren. Alles gut mischen. Die Salatblätter auf Tellern anrichten. Auf den Blättern die geschälte und in dünne Scheiben geschnittene Rote Bete drapieren. Eine in feine Ringe geschnittene Zwiebel dazulegen. Schafskäse großzügig darüberkrümeln und das Ganze mit dem Dressing beträufeln. Zum krönenden Abschluss Petersilie und die Johannisbeeren darüberstreuen. Die etwas aufwendige Vorbereitung mit der Roten Bete lohnt sich; denn die Geschmackskomponenten dieses Salats sind so schnell nicht zu toppen. Wer schon morgens auf die Früchte nicht verzichten will, ist mit Marmeladen und Gelees gut bedient. Die gibt’s hausgemacht bei Erika Poock, das 200-Gramm-Glas für 2 Euro. Und zwischendurch die Beeren einfach mal pur naschen – weil sie so schön erfrischend sind...

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

Rote Johannisbeeren sind echte Sommerstars – lecker, erfrischend und gesund. Erika Poock vom gleichnamigen Kartoffelhof bietet auf dem Wochenmarkt die kleinen roten Früchte ungespritzt aus eigener Ernte an. Da kann man die Beeren gleich pur aus der Schale naschen.

Foto: Dana

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