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Am 28. Dezember Weihnachts-Oratorium in der Nikolai-Kirche mit großer Besetzung

Solopartien singen junge Nachwuchskünstler

Rinteln (rd). Seit vielen Jahren gibt es in der Weserstadt eine gute Tradition mit der regelmäßigen Aufführung des Bachschen Weihnachts-Oratoriums. Alle zwei Jahre erklingen die Kantaten I bis III im Wechsel mit IV bis VI. In diesem Jahr werden am Sonntag, 28. Dezember, um 17 Uhr in St. Nikolai die Kantaten IV bis VI musiziert.

Eine gute Tradition ist es auch, dass die vorhandenen Ensembles an St. Nikolai die Besetzung des Weihnachts-Oratoriums fast alleine zustande bringen. Im Schaumburger Kammerorchester spielen gute Laienmusiker mit einigen Profis aus der Region, nur die Bläser werden dazu verpflichtet, in diesem Jahr Trompeten, Pauken, Hörner, Oboen und Fagott vom Göttinger Symphonie-Orchester. Auch für die Solopartien werden junge Nachwuchskünstler eingeladen, einige entstammen gar der eigenen Chorarbeit, so der Bariton Sebastian Brendel, der an der Musikhochschule Hannover sein Gesangs-Diplom absolviert. Die Sopranistin Sarah Davidovic stammt aus Bückeburg und studiert zurzeit in Detmold. In der berühmten Echo-Arie "Flößt mein Heiland" wird Ute Boczek, Mitglied im Jugendchor, die Echo-Sopran-Partie singen. Für die Chorpartien steht dem Schaumburger Oratorienchor der Jugendchor der Evangelischen Singschule zur Seite, unter Leitung von Wolfgang Westphal. Westphal: "Wenn nach Aufführungen des Weihnachts-Oratoriums Menschen mit strahlenden, von Trompetenklängen erleuchteten Gesichtern aus der Kirche treten, hat man den Eindruck, wir müssten den vielen niedergedrückten Menschen unserer Zeit mit ihren verhärmten, sorgenvollen Gesichtern nur verordnen, sich öfter der Sonne und Freude des Weihnachts-Oratoriums auszusetzen. Denn nur Freude kann heraushelfen aus alltäglicher Müdigkeit und schnellem Resignieren." Die dritte Strophe des Bach-Chorals "Ich steh an deiner Krippen hier" drückt das so aus: "Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen."

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