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Bei Dunkelheit setzt Markttreiben an der Lauenauer Eishalle ein

Socken für den Weihnachtsmann

Lauenau (nah). Enttäuschte Mienen beim diesjährigen Lauenauer Weihnachtsmarkt: Trotz idealen Wetters verloren sich in den ersten Stunden nur wenige Menschen zwischen den Buden und Ständen vor der Eissporthalle. Erst mit Einbruch der Dunkelheit, als Lampen und Lichterketten die Kulisse ganz malerisch verwandelten, strömten die Besucher herbei. Besonders am Sonnabend aber guckten etliche Gäste etwas verwirrt: Ein von der "Lauenauer Runde" angekündigtes Orchester war nicht erschienen und zwei Holzbuden blieben geschlossen. Eine Panne ereignete sich auch am Sonntag: Die Eisrevue-Akteure aus der Wedemark steckten im Autobahn-Stau und mussten ihren Auftritt absagen.

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Wenn auf jemanden Verlass ist, dann auf den Weihnachtsmann. "Schorse", so der Name des Mannes im roten Kostüm, war pünktlich da. Flotte Sprüche für die Großen; eine Süßigkeit für die Kleinen: Der Weihnachtsmann war ganz in seinem Element. Zwar kam es nicht zur schon traditionellen Begegnung mit Leierkastenmann Wolfgang Kölling, weil dieser das Instrument zu Hause gelassen hatte; dafür aber blieb er lange am Stand des Feggendorfer Schützenclubs. Dort überzeugten ihn Christine Röhr und Heike Ahnefeld von der Qualität der selbstgestrickten warmen Wollsocken. Schließlich bekommen auch Weihnachtsmänner selbst in dicksten Stiefeln kalte Füße. Andereörtliche Vereine hielten weitere Hilfsmittel gegen die niedrigen Temperaturen bereit: Sportler und Schützen den Glühwein, Rotkreuz-Damen Leberkäse und die Sängerinnen heiße Waffeln. Wer sich lieber bei Kaffee und Kuchen niederlassen und obendrein zwei jungen Geigenspielern zuhören wollte, war im Sängerheim gut aufgehoben. Gleich nebenan entführten Elke Leiser mit zahllosen Fotografien in den Deister und der Förderverein des Kindergartens "Rappelkiste" alle kleinen Besucher in die aufregende Abenteuerwelt von Kasperle. Nicht nur Leiser lieferte mit ihren großen Bildern etliche Ideen für besondere Geschenke. Der Verein "Schaumburger Künstler" wartete mit ausgefallenen Unikaten auf. Auf dem Markt weckte unter anderem ein Stand mit Holzartikeln die Aufmerksamkeit. Auch die "Lauenauer Runde" hatte etwas zu bieten. Die Restauflage der letzten Folge ihrer dreibändigen Heimatgeschichte, nachdem die übrigen schon lange vergriffen sind, oder auch die ersten Tassen und Krüge mit dem Ortsjubiläums-Logo "Leo". Dass der pausbäckige Löwe auch T-Shirts aller Größen ziert, nahmen Besucher dagegen eher fröstelnd zur Kenntnis: Solche Kleidungsstücke sind momentan absolut nicht attraktiv.

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