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So weiß wie Schnee

So weiß wie Schnee

So weiß wie Schnee
Rezension von Lena Koch

Das Buch So weiß wie Schnee von Salla Simukka ist 2013 in Finnland erschienen und wurde 2015 ins Deutsche übersetzt. Der Roman ist der zweite Band aus dieser Reihe (Band eins: So rot wie Blut). Dabei geht es um Lumikkis Abenteuer.
Lumikki ist um die 20 Jahre alt und verlässt sich auf niemanden, sie ist gerne alleine und auf keine Person angewiesen; außerdem möchte sie sich an niemanden binden. Als sie alleine nach Prag reist, um ihren Eltern zu entfliehen, die versuchen, eine perfekte Familie vorzuspielen und Probleme zu ignorieren, muss sie jedoch immer wieder an ihren Ex-Freund Flamme denken, mit dem sie einen zärtlichen aber auch spannenden Sommer erlebt hat. Doch als Flamme ihr sein Geheimnis verriet, endete alles im Streit.
In ihrem Urlaub trifft Lumikki dann Lenka, die behauptet, ihre Schwester zu sein. Gleichzeitig hat Lumikki Träume, in denen ihre Eltern ihr etwas über eine große Schwester erzählen wollen und sie als kleines Kind mit ihrer Schwester vor einem Spiegel steht. Doch Lumikki denkt, dass diese Momente nie wirklich passiert sind, sondern nur ein Zusammenreimen ihrer Wünsche und Wahrnehmungen sind. Als Lumikki sie näher kennenlernt, wirkt Lenka auf sie verängstigt, da sie sich dauernd bei ihren Treffen umschaut. Lumikki erfährt, dass Lenka in einer Sekte namens Weiße Familie lebt; diese behauptet, mit Jesus verwandt zu sein und verzichtet auf Deko, elektronische Geräte oder privates Leben, da dies für sie als überflüssig gilt. Doch als Lumikki ein Sektenmitglied bei einem Interview sieht und dieses kurz darauf stirbt, wird sie aufmerksam. Sie setzt sich mit dem Journalisten vom Interview in Verbindung und versucht, mit ihm das Geheimnis der Sekte zu lösten. Doch als sie dann noch ein Auftragskiller verfolgt, fragt sie sich, wer hinter dieser Sache steckt und was es mit dieser Sekte und ihrer Schwester auf sich hat.
Das Buch spielt in der Gegenwart, doch manchmal denkt Lumikki zurück an ihre Vergangenheit. Das Buch besteht hauptsächlich aus inneren Monologen, nur selten aus wörtlicher Rede. Es ist chronologisch angeordnet, und oftmals springt die Autorin zwischen den Ich-Erzählern, so dass man die verschiedensten Eindrücke oder Absichten der einzelnen Personen in der jeweiligen Situation erfahren kann. Das empfohlene Alter von 14 bis 17 Jahren finde ich sehr angemessen, obwohl die Sätze nicht kompliziert formuliert sind, aber: Lumikkis Zärtlichkeiten zwischen ihr und ihrem Freund werden beschrieben und das Buch handelt von Auftragskillern und Verfolgungen, die nicht für Jüngere angemessen wären.
Da ich bereits das erste Buch dieser Reihe gelesen habe und ich es sehr gelungen fand, hatte ich große Erwartungen an dieses Buch, welche sich erfüllt haben. Salla Simukka hat das Talent, die Gefühle bildlich zu beschreiben. Diese wirken auf einen ein, und man fühlt mit Lumikki mit. Insgesamt empfehle ich allen dieses Buch, die Spannungen und Emotionen interessiert.
ISBN: 978-3401600116
14,99 Euro – oder in der Bücherei

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