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Tennisverein Weiß Rot Blau hat Jugendliche und Familien als potenzielle Mitglieder im Visier

So was gibt's noch: Verein senkt den Beitrag !

Bückeburg (jp). Sinkende Abgaben und Gebühren dürften in der heutigen Zeit eine Seltenheit sein, sinkende Vereinsbeiträge geradezu eine Sensation. Der Bückeburger Tennisverein Weiß Rot Blau macht es dennoch möglich: Einstimmig folgten die Mitglieder auf der jüngst tagenden Jahresversammlung dem Vorschlag des Vorstandes um den Vorsitzenden Reiner Brombach, ab der Saison 2006 die Mitgliedsbeiträge für Erwachsene, Ehepaare und Familien deutlich zu senken.

R. Brombach

Erwachsene zahlen dem Beschluss zufolge ab sofort knapp neun Prozent weniger Beitrag, bei Ehepaaren beträgt die Ersparnis 14 Prozent, bei Familien sogar 15 Prozent. Außerdem werden neue Tarife für Eltern mit Kind eingeführt. Vor allem für jüngere Mitglieder und Familien möchte der Tennisverein damit noch attraktiver werden. Dabei scheinen die Weiß-Rot-Blauen auf einem guten Weg: Während andere Tennisvereine der Umgebung teilweise immer noch drastische Mitgliederrückgänge zu verzeichnen haben, konnte Weiß Rot Blau seinen Mitgliedsbestand 2005 nicht nur halten, sondern erstmals seit Jahren sogar geringfügig ausbauen. Mit den neu eingeführten Tarifen möchte man vor allem einzelne Eltern, deren Kinder bereits im Verein spielen, zum Tennissport locken. Nach wie vor sei der Bückeburger Tennisverein mit seiner neuen Gebührenstruktur zwar etwas teurer als Tennissparten von größeren Sportvereinen, die keine eigene Clubanlage abzubezahlen hätten, erklärte Reiner Brombach, doch verglichen mit Vereinen in größeren Nachbarstädten sei man nun deutlich konkurrenzfähiger.Zumal es in den vergangenen Jahren nachweislich mehrere Mitglieder gegeben habe, die eindeutig auf Grund niedrigerer Beiträge von Weiß Rot Blau zu anderen Tennisvereinen gewechselt seien. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge stimmte auch Kassenwart Hagen Bokeloh für die Beitragsanpassung. Ihm sei zwar angesichts der Schuldensituation des Vereins generell nicht wohl bei der geplanten Senkung von Einnahmen, erklärte er, doch die berechtigte Hoffnung auf den Zustrom neuer Mitglieder wiege diese Sorgen größtenteils auf.

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