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„Ruhr 2010“ heißt die Kulturhauptstadt, in der es vor Kunst nur so wimmelt

So schön war Industrie noch nie – was das Ruhrgebiet so sehenswert macht

Von Julia Marre

Freie Bahn für die Bahn: Jochen Knoblochs Fotografie zeigt den R

Manche fliegen nach Malaga, andere nach Mallorca. Und immer mehr Menschen machen gleich Urlaub in Deutschland. Sie entdecken die Nordsee, die Ostsee, den Bodensee. Ans Ruhrgebiet denken sie dabei selten. Und das ist ein Fehler. Ein großer sogar. Denn der Pott – jene Ansammlung von Städten und Autobahnen und Industrie – ist in diesem Jahr der größte Erlebnispark Deutschlands. Als Kulturhauptstadt Europas feiert sich das Ruhrgebiet selbst – mit Ausstellungen, Lichtkunst, Theater und Kunstaktiönchen und Kunstaktionen.

Da ist die Zeche Zollverein in Essen, jenes berühmteste Bergwerk der Welt. Beinahe 140 Jahre lang wurde hier Steinkohle gefördert. Heute ist in dem Vorzeigeprojekt der Industriekultur unter anderem Gegenwartskunst untergebracht. Das Areal ist Unesco-Welterbe.

Da ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna. Weltweit ist es das erste und einzige Museum, das ausschließlich Lichtkunst zeigt.

Früher Kokerei, heute Kreativzentrum mit den Schwerpunkten Desig
  • Früher Kokerei, heute Kreativzentrum mit den Schwerpunkten Design und Architektur: die Essener Zeche Zollverein. Foto: Reinicke/StandOut.de

Da ist die Villa Hügel. Das einstige Wohnhaus der Familie Krupp, in dem Kaiser und Könige, Politiker und Regierungschefs aus aller Welt empfangen wurden, ist heute Ausstellungshalle. Wer einen Blick in das ehemalige Wohnzimmer der Krupps werfen möchte, hat hier noch die Gelegenheit dazu.

Da ist der Park Duisburg Nord, der das 1985 stillgelegte Thyssen-Stahlwerk beherbergt, das heute eine einzige Lichtskulptur ist. Auch sonst können Besucher auf dem Areal eine Menge erleben: Konzerte besuchen, an Betonwänden hochklettern, Kinofilme von der Tribüne aus sehen, im Gasometer tauchen.

Da ist das Gasometer Oberhausen. Im Ruhrgebiet zählt es zu den bekanntesten Industriedenkmälern. Die riesige Tonne aus Metall, die einst Kokereigas beherbergte, ist die wohl ungewöhnlichste Ausstellungshalle Europas.

Gehen Sie auf Ruhrtour – mit der Leserreise von Dewezet und Pyrmonter Nachrichten erkunden Sie vom 20. bis 22. August die oben genannten Highlights. Sie übernachten im 4-Sterne-Maritim-Hotel in Gelsenkirchen, erleben exklusive Führungen und Ganztagesreiseleitung sowie eine Schiffsfahrt auf dem Rhein-Herne-Kanal. Der Preis im Doppelzimmer: 348 Euro pro Person. Weitere Infos unter Tel.: 05151/200-555.

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