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Der richtige Umgang mit Sekt will gelernt sein

So lässt man an Festtagen die Korken richtig knallen

Wenn an den bevorstehenden Feiertagen zum Ende des Jahres wieder die Korken knallen, dann bitte dieses Mal richtig. Gut zu wissen: Sekt hat im Gegensatz zum Wein eine zweite Gärung hinter sich und steht durch die dabei gebildete Kohlensäure unter Druck. Um die zufällige Entdeckung des Schäumens und Prickelns vor Hunderten von Jahren ranken sich viele Legenden – ob nun einem Mönch die gärenden Weinflaschen unter dem Bett explodierten oder sich Seefahrer bei ihren langen Überfahrten mit der zweiten Gärung und den Folgen befassten, ist heute nicht mehr festzustellen. Fakt ist allerdings, dass die Sektherstellung durch Flaschengärung erst durch den Naturkork als Verschlussart möglich wurde. Ein einziger Naturkorken besteht aus etwa 800 Millionen Zellen, jede davon ist mit einem Gasgemisch gefüllt, wodurch der Naturkork seine Elastizität behält. Er passt sich damit dem Flaschenhals optimal an und dichtet ihn perfekt ab. Generell gilt: Sekt sollte nicht lange gelagert werden, weil er sonst einen Alterston annimmt und weniger perlt. Empfehlenswert ist ein kühler und dunkler Lagerort, an dem die Flaschen aufbewahrt werden. Temperaturschwankungen und Erschütterungen gilt es, zu vermeiden. Vor dem Servieren muss der Sekt zur Ruhe kommen, damit er nicht überschäumt. Die Temperatur richtet sich nach der Art: weißer Sekt sollte bei 5 bis 7 °C getrunken werden, Rosé-Sekt bei 6 bis 8 °C und roter Sekt bei 9 bis 11 °C. Wichtig: Den Korken beim Öffnen nicht knallen lassen, sondern bei 45° Neigung herausdrehen. Sonst geht Kohlensäure und damit der prickelnde Geschmack verloren.

Die Korken knallen lassen – aber bitte richtig. Foto: -txn
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