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Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung für erneut zwei Jahre gewählt / Schau 2011 in Eigenregie

Sinneswandel: Witte macht überraschend weiter

Von Marc Fügmann

Bad Münder. Petra Witte bleibt für weitere zwei Jahre an der Spitze der Wirtschaftsvereinigung Bad Münder. Die Eimbeckhäuserin, die im Vorfeld mehrfach ihren Rückzug vom Vorsitz angekündigt hatte, trat in der Mitgliederversammlung überraschend noch einmal an – und zwar für eine komplette Amtsperiode.

Petra Witte

Von Marc Fügmann

Bad Münder. Petra Witte bleibt für weitere zwei Jahre an der Spitze der Wirtschaftsvereinigung Bad Münder. Die Eimbeckhäuserin, die im Vorfeld mehrfach ihren Rückzug vom Vorsitz angekündigt hatte, trat in der Mitgliederversammlung überraschend noch einmal an – und zwar für eine komplette Amtsperiode.

Die einstimmige Wahl – es gab lediglich zwei Enthaltungen – ging ebenso geräuschlos wie schnell über die Bühne. Als Witte nur wenige Minuten zuvor ihre Bereitschaft, ohne Einschränkungen bis 2012 weitermachen zu wollen erklärt hatte, rieben sich nicht wenige Anwesende verwundert die Augen. Hatte sie doch im Vorfeld wiederholt zum Ausdruck gebracht, den Vorsitz spätestens Ende 2010 abgeben zu wollen, weil in den zurückliegenden beiden Jahren zu viel Arbeit an ihr hängen geblieben sei.

„Hätte ich den Schritt wahr gemacht, wäre die Wirtschaftsvereinigung womöglich auseinandergebrochen“, begründete Witte ihren plötzlichen Sinneswandel. „Schätzungsweise ein Fünftel der Mitglieder“ habe ihr signalisiert, aus dem Verein austreten zu wollen, falls sie nicht weitermache, so die Vorsitzende. Gleichzeitig hätten „etliche“ Kaufleute aus dem Arbeitskreis Einzelhandel versprochen, sie künftig stärker zu unterstützen. Die Entscheidung, noch einmal anzutreten, habe sie erst am Tag der Versammlung selbst getroffen, betonte Witte, die außerdem noch kommissarisch zusätzlich die Ressorts „Stadtmarketing“ und „Mitgliederbetreuung“ übernahm, nachdem sich hierfür erneut niemand anderes fand.

Auch die meisten Arbeitskreise schwächelten im vergangenen Jahr weiter vor sich hin. Lediglich Michael Engel (Einzelhandel) und Friederike Wente (Industrie) konnten in ihren Reihen einen regelmäßigen Austausch vermelden. Heinrich Dreyer erklärte sich bereit, dem Arbeitskreis Schule und Wirtschaft mit einer Mentorentätigkeit neues Leben einzuhauchen.

Dreyer war es auch, der den Mitgliedern an anderer Stelle Mut machte, die Ärmel hochzukrempeln. In seiner Funktion als Schatzmeister stellte er dem Verein jährliche Überschüsse von rund 7000 Euro in Aussicht. Schon für 2009 sei ein Gewinn in entsprechender Höhe bilanziert. Einsparungen vor allem bei den Personalkosten, insbesondere nach der Trennung von Projektmanager Detlef Fuhrmann, wirkten sich bereits aus, so Dreyer.

Mit diesem finanziellen Polster im Rücken will der Verein im nächsten Jahr das Risiko wagen, eine Wirtschaftsschau in Eigenregie durchzuführen. Ein dahin gehender Grundsatzbeschluss wurde in der Versammlung bereits einstimmig gefasst – unter der Bedingung, dass ausreichend Firmen Interesse zeigen. Das wiederum soll noch bis zu den Sommerferien per Umfrage ausgelotet werden.

Sowohl die anwesende Bürgermeisterin Silvia Nieber als auch Mitglied Helmut Burdorf warben eindringlich dafür, bei der Wirtschaftsschau künftig einen noch engeren Schulterschluss mit Springe zu suchen.

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