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Stader SPD-Fraktion stimmt für Rathauschefin von Bad Münder als Bürgermeisterkandidatin

„Silvia Nieber ist einfach die bessere Wahl“

Bad Münder/Stade (pa/mf). Die erste Hürde hat sie erfolgreich genommen: Bad Münders Rathauschefin Silvia Nieber wurde gestern Abend in Stade von der dortigen SPD-Fraktion als Kandidatin für das Bürgermeisteramt nominiert.

Silvia Nieber gestern Abend mit Blumen nach ihrer Nominierung im Rathaus von Stade. Foto:Stader Tageblatt

Bis auf zwei Genossen konnte sie alle anderen überzeugen, für die SPD am 11. September anzutreten. Letztes Wort in Sachen Nominierung hat Mitte April die Mitgliederversammlung. In einer Pressekonferenz, die gegen kurz vor 21 Uhr begann, wurde Nieber anschließend öffentlich vorgestellt.

Die roten Rosen, die die 50-jährige Betriebswirtin zuvor von ihren Genossen bekommen hatte, galten dem ersten fraktionsinternen Erfolg. Zwar stimmte einer gegen sie und einer enthielt sich, doch das ficht die Noch-Bürgermeisterin von Bad Münder, die sich als „gewerkschaftlich sozialisiert“ beschrieb, nicht an: „Das ist doch ein normaler demokratischer Prozess.“

Auch Andreas Rieckhof habe damals eine Gegenstimme gehabt, ergänzte SPD-Parteichef Rolf Bredendieck. Dass Stades Ex-Bürgermeister gute Arbeit geleistet und viele Dinge angeschoben habe, die es nun fortzusetzen gelte, betonte auch die designierte Kandidatin.

Dazu gehörten etwa die Sanierung der Ortschaft Bützfleth oder die konsequente Weiterentwicklung der Wirtschaftsstruktur in Stade, zeigte sich Nieber bei ihrer Vorstellung gut vorbereitet und mit den Stader Verhältnissen schon erstaunlich vertraut. Ganz oben angesiedelt seien für sie aber auch Bildungs- und Familienpolitik: „Hier kann man nicht genug investieren.“

Bad Münder mit seinen 18 000 Einwohnern habe völlig andere Strukturen als Stade. Nieber berichtete von der Möbelindustrie und vor allem den vielen Kliniken und Kureinrichtungen. Aber gerade weil Stade eben größer sowie anders strukturiert und aufgestellt sei, reize sie die Aufgabe, dort Bürgermeisterin zu werden besonders.

Ihre berufliche Erfahrung in der IG Chemie sei eine hervorragende Voraussetzung für ein Bürgermeisteramt in der Industriestadt Stade, attestierte ihr SPD-Ratsherr Klaus Quiatkowsky. Und Fraktionschef Kai Holm, der selbst als Kandidat im Rennen war, sagt: „Silvia Nieber ist einfach die bessere Wahl.“

Ob das auch die Stader Grünen so sehen, ist zur Zeit noch offen. Sie wollen sich noch nicht festlegen, ob sie Niebers Kandidatur unterstützen, erklärte Grünen-Fraktionschef Uwe Merckens. Mitte April wird sich Nieber zunächst bei der Mitgliederversammlung der Grünen vorstellen.

Ein Videointerview mit Nieber in Stade finden Sie HIER.

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