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In Hamelspringe läuft die vorerst letzte Maßnahme im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms

Sieben Dörfer erneuert – jetzt ist Schluss

Bad Münder (st). Mit der Sanierung des Hahnenbühls in Hamelspringe hat die vorerst letzte Dorferneuerungsmaßnahme im Stadtgebiet begonnen. Bis 2015 läuft die Förderung für die Verbesserung der baulichen, verkehrstechnischen und kulturellen Verhältnisse im Sünteldorf – in erster Linie sind Straßensanierungen vorgesehen. Hamelspringe ist der siebte mündersche Ortsteil in der Dorferneuerung, ein weiterer ist bislang nicht ins Programm aufgenommen worden. Laut Astrid Exner aus dem Referat für Stadtentwicklung stünden aber noch weitere Dörfer auf der Warteliste – unter anderem Nettelrede und Luttringhausen.

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Doch macht Bürgermeisterin Silvia Nieber klar: „Es ist aufgrund der finanziellen Situation der Stadt nicht absehbar, dass wir einen weiteren Ortsteil in die Dorferneuerung aufnehmen lassen.“ Mit großer Wahrscheinlichkeit sei Hamelspringe auf lange Sicht der letzte Ort, der in den Genuss der Verschönerung kommt. „Wir können uns solchen Aufgaben nur noch sehr begrenzt widmen“, sagt Nieber.

Dabei sei die Dorfneuerung – wenn die Stadt sich die Co-Finanzierung leisten könne – „ein sehr begrüßenswertes Instrument“. Die bisher ausgeführten Maßnahmen in den Ortsteilen Beber, Rohrsen, Brullsen, Egestorf, Bakede, Hachmühlen und Eimbeckhausen hätten denn auch erheblich zur Steigerung der Lebensqualität in den Dörfern beigetragen, glaubt Nieber. „In mehreren Ortsteilen sind räumliche Situationen geschaffen worden, die den Einwohnern heute als beliebte Treffpunkte dienen“, sagt die Bürgermeisterin – und das mit erheblicher Förderung aus EU-Mitteln. „Das finde ich besonders positiv, dass man hier sehen kann, dass von den Geldern, die Deutschland an die EU zahlt, auch einmal etwas wieder zurückfließt.“

Und nicht nur öffentliche Projekte wie Straßen werden von der Förderung berücksichtigt, auch Privatpersonen können Unterstützung erhalten. „In Hamelspringe sind an Fördergeldern 170 500 Euro für private Maßnahmen vorgesehen“, erläutert Exner. Mit rund 830 000 Euro werden öffentliche Projekte gefördert. Als Co-Finanzierung muss die Stadt laut Exner rund 300 000 Euro lockermachen. Im Gegenzug spült die Erhebung von Anliegerbeiträgen bei den zahlreichen Straßenbaumaßnahmen Geld zurück in den Stadtsäckel.

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Das zunächst letzte Projekt im Rahmen der Dorferneuerung: Sven T
  • Das zunächst letzte Projekt im Rahmen der Dorferneuerung: Sven Trepke bei Straßensanierungen im Ortsteil Hamelspringe. Neben dem Süntelort sind unter anderem bereits ( ) Eimbeckhausen und ( ) Hachmühlen in den Genuss der Dorferneuerung gekommen. Fotos: st/oe
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