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„Sie schickt der Himmel“

Eimbeckhausen. Mit einem Gottesdienst und einer kleinen Feier im Gemeindehaus haben die Mitglieder der evangelisch-lutherischen St. Martin-Gemeinde in Eimbeckhausen ihre neue Pastorin Sonja Wieland gegrüßt. Die 41-jährige Theologin ist Nachfolgerin von Dirk Jonas, der in eine Gemeinde nach Hannover gewechselt war.

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Die bislang in Salzhemmendorf tätige Seelsorgerin stammt aus Wallenhorst bei Osnabrück, hat in Göttingen studiert und 2006 ihr Vikariat absolviert, ehe sie 2008 ordiniert wurde. „Meine inhaltlichen Schwerpunkte sind sicherlich zum einen die Spiritualität, zum anderen feiere ich sehr gerne Gottesdienste in jeder Form“, bekennt die Mutter von zwei Kindern. Der sechsjährige Jan-Nikolas ist gerade eingeschult worden, seine Schwester Anne-Kathrin ist drei Jahre alt.

„Sie schickt ja der Himmel“, habe die Schulsekretärin bei der Anmeldung ihres Sohnes gesagt, da dadurch eine zweite erste Klasse möglich wurde. Als „Himmelsgeschenk“ sehen wohl aber auch die Eimbeckhäuser die Entscheidung der Familie Wieland, sich in ihrem Ort niederzulassen.

Während sich Bürgermeister Hartmut Büttner über vier neue Einwohner freute und auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bodtmann warme Worte der Begrüßung fand, stellte Dietmar Adler als Vakanzvertreter die Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten in den Vordergrund. Insbesondere der Kirchenvorstand, so Adler, habe zur Aufrechterhaltung der breit gefächerten Aktivitäten im Gemeindeleben beigetragen.

Dessen stellvertretende Vorsitzende Elke Ragge-Katz erinnerte noch einmal an den in Eimbeckhausen sehr beliebten Dirk Jonas. „Sicherlich sind dessen Fußstapfen sehr groß, aber in dieser Gemeinde hat jeder eine Chance“, so der als Prädikant tätige Swen Fischer.

Dass Sonja Wieland auch künftig nur eine halbe Stelle wahrnehmen wird, bestätigte Superintendent Philipp Meyer. „Das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben, nicht, weil kein Geld da ist, sondern weil die Ausbildungszahlen junger Theologen rückläufig sind.“ Im September seien jedoch alle verfügbaren Stellen im Kirchenkreis belegt worden, so Meyer.

„Langfristig müssen wir die Gebäudeplanung in Angriff nehmen“, so Wieland zu ihren künftigen Aufgaben. „Wir müssen überlegen, ob aus dem Pfarrhaus nicht ein Gemeindezentrum gemacht werden kann.“ Zum anderen will die neue Pastorin die regionale Zusammenarbeit akzentuieren. Sehr zur Freude von Lothar Ruck, dem ersten Vorsitzenden der Regionalkonferenz. Er überreichte Wieland sieben frischgebackene Kirchturmkekse, die die sieben evangelischen Gemeinden Bad Münders symbolisieren.hzs

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