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Sie hat die Heimat für die Nachwelt gerettet

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Von Richard Peter

Hameln. Was für ein Glück, dass es sie gibt – und heute seit 90 Jahren. Annemarie Rein-Piepho und ihre „Heimatkunde mit dem Zeichenstift“, wie es Hamelns langjähriger Museumsleiter, Dr. Norbert Humburg, einmal formulierte. Allein über 300 Artikel hat sie allein in den letzten 30 Jahren für die Dewezet verfasst, zu denen jeweils mindestens zwei Zeichnungen oder Aquarelle gehörten. Weit über 600 Arbeiten, die Hamelns Vergangenheit und die des Weserberglandes dokumentieren. Mehr noch: künstlerisch vor dem Vergessen gerettet haben.
 Die längst verschwundenen Häuschen mit den obligaten Herzen, Backhäuser, deren letzte Exemplare sie ebenfalls mit dem Zeichenstift festgehalten hat, Kellergewölbe, Fachwerk-Details – vor allem aber auch Landschaften, Ansichten, wie sie längst durch Neubauten verändert, unkenntlich wurden.
 Nur durch Annemarie Rein-Piepho wissen wir noch, wie das alles einmal ausgesehen hat. Festgehalten – und wenigstens zeichnerisch für die Nachwelt gerettet. Als wissenschaftliche Zeichnerin hat sie von 1942 bis 1950 am Zoologischen Institut in Göttingen als technische Assistentin gearbeitet. Das bedeutet, technisch ganz genau zu zeichnen, auch wenn sie dabei, wie sie einmal sagte, durchaus die künstlerischen Möglichkeiten ausschöpfte. So beherrscht sie beides, das genaue Abbild – das nicht nur vom Auge Gesteuerte, auch wissenschaftlich Fundierte. Indem sie über das eine wie das andere souverän verfügt, wurde sie zur idealen Chronistin.

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