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Bückeburger Schachspieler besiegen Zweiligisten im Niedersachsenpokal / Auch U-16 erfolgreich

Sensation: Bückeburg stellt Göttingen ein Bein

Bückeburg. In der zweiten Runde des Niedersachsenpokals bekamen die Bückeburger Schachspieler eine schier unlösbare Aufgabe zugelost. Sie hatten keine Chance - und die haben sie genutzt.

Der heimische Bezirksligist musste gegen Tempo Göttingen antreten, die im Moment eine gute Rolle in der Zweiten Bundesliga spielen. Die Bückeburger konnten zudem noch nicht einmal ihre stärksten vier Spieler aufbieten, während sich die Göttinger mit drei Spielern aus der ersten Mannschaft und nur einem Ersatz an das Brett setzen konnten. Alles andere als eine deutliche Niederlage wäre demnach eine Riesenüberraschung gewesen. Am ersten Brett der Göttinger spielte mit Alexander Markgraf ein amtierender Fidemeister mit einer Wertungszahl von 2463 Elopunkten, rund 700 Punkte mehr als sein Bückeburger Gegenpart Wolfgang Blum. Aber es sollte ganz anders kommen, denn Blum verstand es, die Stellung kompliziert zu halten und seinen Gegner zu beschäftigen. Nach 35 Zügen war die zweistündige Bedenkzeit des Favoriten abgelaufen und Blum konnte sensationell auf "Gewinn durch Zeitüberschreitung" reklamieren. Am zweiten Brett spielte der nach Wertungszahl stärkste Bückeburger Carsten Konczak mit seiner Spezialeröffnung Bird eine grundsolide Partie und bezwang ebenfalls seinen Gegner in überzeugender Manier. Am vierten Brett musste Heiko Hansen nach beherztem Kampf die Segel streichen - und so spielte am Ende nur noch Wolfgang Schubert am dritten Brett. Nach großem Kampf und sechseinhalb Stunden Spielzeit ging diese Partie dann etwas unglücklich verloren, sodass das Endergebnis 2:2 lautete. Da die Bückeburger aber die ersten beiden Bretter gewonnen hatten, ziehen sie nach Wertungssieg nun in die dritte Runde des Pokalwettbewerbs ein. Vielleicht kann man dann abermals einem Favoriten ein Bein stellen. Die U-16-Mannschaft des SV Bückeburg kam im ersten Punktspiel der Saison bei den Schachfreunden Hannover in der Besetzung Fedderke, Merier, Karnbach und Kleist zu einem klaren 4:0-Erfolg.

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