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Investor für Wohnpark zieht seine Pläne zurück

Seniorenanlage: Plan geplatzt

Rodenberg (bab). Es wird kein betreutes Wohnen hinter Rathaus und Amtsplatz geben. Der Investor hat aufgrund der Reaktion von Politik und Behörden das Vorhaben aufgegeben. Der CDU-Ortsverbandsvorstand Rodenberg und die WGR hatten im Mai zusammen mit dem Investoren "Bürgerhilfe Meppen" das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Es war vorgesehen, östlich des Rathauses einen Atrium-Bau für Senioren zu errichten.

Auf diesem Grundstück wollte die Bürgerhilfe den Bau für betreut

Matthias Schellhaus, Vorsitzender des CDU-Verbandes Rodenberg ist sauer. Eine "Blitzinfo", die er auf die Internet-Seite der CDU Rodenberg gestellt hat, erklärt warum: "Betreutes Wohnen im Stadtzentrum Rodenberg nicht erwünscht", hat er dort hineingeschrieben. Der Investor ist abgesprungen. Den Grund sieht Schellhaus darin, dass die eigenen Fraktionsmitglieder, die ja schließlich mit der WGR die Mehrheit im Rat der Stadt haben, im Verwaltungsausschuss (VA) dagegen stimmten. Sie hätten ebenso wie die Sozialdemokraten die Sache sterben lassen. "Ich halte das für eine Frechheit", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Brand zu der Behauptung, in der Stadt wolle man keine Wohnmöglichkeiten für Senioren anbieten. "Die Fachleute haben zu erkennen gegeben, dass es nicht klappen kann", erklärt Brand. Im Verwaltungsausschuss sei man einstimmig der Meinung gewesen, dass das Grundstück neben dem Rathaus mitten im Hochwassergebiet ungeeignet ist. Die Fachämter des Landkreises hätten das bei einer Besprechung ebenfalls klar zu erkennen gegeben. Auch Rodenbergs Verwaltungschef Uwe Heilmann und der Sprecher des Landkreises, Klaus Heimann, bestätigen, dass das Grundstück ungeeignet ist. Erstens liege es in einem Überschwemmungsgebiet, zweitens sei der Denkmalschutz berührt, weil das Kulturdenkmal Schloss Rodenberg in unmittelbarer Nähe steht. Drittens sehen dieBehörden städtebauliche Probleme. "Eine Erschließung der Flurstücke ist nicht gewährleistet", steht in der zusammenfassenden Beurteilung des Landkreises. Die Teile der CDU, die das Projekt initiiert und sich dafür stark gemacht hatten, liegen jetzt mit ihren Fraktionskollegen im VA und mit Bürgermeister Günter Altenburg (CDU) über Kreuz. Sie hätten sich durchsetzen müssen und sich nicht die Bedenken von SPD und Verwaltung anschließen sollen, ist die Meinung. Altenburg macht allerdings kein Geheimnis daraus, dass er den Plan von Anfang an nicht für gut hielt. Und die Politiker in der Stadt hätten immer noch ein freies Mandat, sagt der Stadtdirektor, auch wenn das anderen Parteikollegen nicht gefalle.

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