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Beirat der älteren Einwohner und Ortsrat setzen sich für Querungshilfe über die Bahnhofstraße ein

Senioren sauer: Straße ohne Streifen

Bad Münder (st/jhr). Vehement haben Münders Senioren in den Anfängen der Planung zur Sanierung der Bahnhofstraße einen Zebrastreifen oder eine andere adäquate Querungshilfe über die viel befahrene Kreisstraße gefordert. In den vorliegenden Planungen zur bereits im Mai beginnenden Baumaßnahme ist lediglich eine sogenannte „Querungsinsel“ vorgesehen. Das ist den älteren Einwohnern der Kurstadt nicht genug. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Bernd Petermann aus Nettelrede, und zahlreiche Ortsratsmitglieder sind sauer. Sie wollen sich gemeinsam für einen seniorengerechten Überweg einsetzen.


„Wir sind davon ausgegangen, dass es einen Zebra-Streifen gibt“, sagt Petermann. Den allerdings hätten die Senioren gerne in dem nördlichsten Teil der nördlichen Bahnhofstraße zwischen der Kreuzung mit der Angerstraße und der Langen Straße, der gar nicht zum Ausbau ansteht. „Es gibt nur eine vernünftige Querung: An der Kurve bei der Bäckerei Bergmann“, sagt Ortsratsmitglied Hubertus Wöllenstein (KWG), und er fügt hinzu: „Das dürfen wir nicht vergessen. Gequert werden muss ganz oben.“ Dort wo jetzt die Querungsinsel geplant sei (in Höhe des Laurentiuswegs), mache diese wenig Sinn, findet auch Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah (CDU). Denn bis dahin würden ältere Mitbürger mit Gehhilfe oder Rollator gar nicht risikofrei kommen. Spätestens an der Kreuzung Bahnhofstraße und Angerstraße ist Schluss.

„Dabei haben wir doch bereits einstimmig beschlossen, dass wir eine vernünftige Querungshilfe im oberen Bereich haben wollen“, sagt pro-Bürger-Chef Helmuth Mönkeberg. „Da müssen wir die Entscheidungsträger noch mal ordentlich unter Dampf setzen.“ Und Petermann sagt: „Da sind wir dabei. Da unterstützen wir natürlich den Ortsrat.“

Schnelle fordert Verschiebung: Der Ausbau der K72 im Bereich nördliche Bahnhofstraße sollte nach Auffassung von Kreistagsmitglied Fritz Schnelle (CDU) um ein Jahr verschoben werden. Im Kreis-Bauausschuss überraschte der Münderaner jetzt Verwaltung und Landesbehörde für Straßenbau mit einer entsprechenden Forderung. Schnelles Argument: In einem Jahr sei die Verkehrsgefährdung für Schüler nicht mehr gegeben, weil dann der KGS-Neubau an der Bahnhofstraße bezogen sei. Schnelle sorgt sich ebenfalls um die Firmen im Bereich der Süntelstraße, die durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt werden. Das Problem, auf das die Bauverwaltung und Landesbehörde aufmerksam machen: Der Ausbau soll Mitte Mai starten, die Ausschreibungen sind draußen. Seitens der Stadt seien bislang keine Hinweise auf Probleme mit dem Termin geäußert worden, die Schulen seien eingebunden. Letztlich fand sich im Ausschuss keine Mehrheit für Schnelles Vorstoß.

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