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Großes Echo beim KSB-Lehrgang / Zu Gast bei der Baltischen Segler-Vereinigung

Senioren lernen wasüber Wende und Halse

Landkreis (sig). Es bedurfte nicht der Aktion "Deutschland bewegt sich", damit sich beim Kreissportbund Schaumburg etwas bewegt. Seineüber 200 Vereine sorgen dafür, dass Zehntausende aktiv am Sportleben teilnehmen. Auch im Seniorenbereich geht der KSB mit gutem Beispiel voran. Er bietet immer wieder spezielle Tageskurse an, bei denen sich Theorie und Praxis sinnvoll ergänzen. Nach Rudern und Golf war jetzt Segeln auf dem Steinhuder Meer angesagt.

Die ersten Boote sind startklar. Es kann abgelegt werden.

Mit 45 Frauen und Männern war die Aufnahmekapazität ausgereizt. Die beiden Organisatoren, Ehrenvorsitzender Friedrich Meier und Kreissportwart Gerhard Meier, sorgten in Zusammenarbeit mit der Baltischen Segler-Vereinigung für einen reibungslosen Ablauf. Und mit Windstärke fünf war auch auf dem Wasser der nötigeAntrieb vorhanden. Über 20 Boote und "Kapitäne" standen bereit, um die aus dem gesamten Schaumburger Land kommenden Seminaristen aufs Meer hinaus zu bringen und sie mit den dazu erforderlichen Handgriffen vertraut zu machen. Friedrich Meier eröffnete im Anschluss an ein gemeinsames Frühstück im Clubhaus der Baltischen Segler-Vereinigung (BSV) den Lehrgang, der unter dem Motte stand: "Aktiv über 50 - Segeln auch ein Sport für Ältere?" Die Fragestellung erübrigte sich bald, als das zunehmende Interesse der Teilnehmer deutlich wurde. Heinrich Bussing vom BSV stellte die gastgebende Gemeinschaft vor, aus deren Reihen schon zahlreiche erfolgreiche Spitzensegler hervorgegangen sind. Er gab auch einige Informationen zum größten norddeutschen Binnensee. Anschließend übernahm Peter Günther von der Segelschule die Aufgabe, die Gäste in die Geheimnisse der Boots- und Segelkunde einzuführen. Sie lernen dabei die unterschiedlichen Bootstypen und ihre Eigenheiten kennen. Danach wussten die Zuhörer schon deutlich mehr als nur, wo sich Backbord und Steuerbord befinden. Ihnen war auch schnell klar, dass der Rumpf der Boote auf dem Steinhuder Meer keinen großen Tiefgang haben kann - angesichts einer durchschnittlichen Wassertiefe von 120 Zentimetern. Noch spannender waren natürlich die beiden praktischen Teile des Lehrgangs, zwischen denen die Mittagspause lag. In Gruppen zu zwei oder drei Segelschülern lernten die an Lebensjahren gereiften Crews die richtige Handhabung der Boote kennen. Sie wissen jetzt, was eine Wende und eine Halse ist und wie man das Schiff richtig im Wind hält, Erfreuliches Fazit. Niemand ist ins Wasser gefallen, und es gab auch keinen Mastbruch. Beim Kaffeetrinken war zu spüren, dass dieses Erlebnis auf einen fruchtbaren Boden gefallen ist. Der Vicekommodore des BSV, Helge Plinke, befasste sich mit der Auswertung des KSB-Lehrganges. Die Senioren warten nun gespannt darauf, welches Angebot Friedrich und Gerhard Meier ihnen in diesem Jahr noch machen werden.

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