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Sozialraum AG Bad Münder informiert sich über „Virtuelle Welten und Computerspiele“

Selbstreflektion statt erhobenem Zeigefinger

Bad Münder (lil). „Für Bad Münder war die Veranstaltungseihe ein großer Gewinn“, bilanziert Christoph Schieb von der Sozialraum AG Bad Münder, der die dreiteilige „Aktion Sicheres Internet“ organisiert hatte. Diese ging jetzt mit dem Thema „Virtuelle Welten und Computerspiele“ zu Ende.

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Referent Moritz Becker, Dozent der Niedersächsichen Landesmedienanstalt (NLM), verdeutlichte den rund 20 Teilnehmern, warum PC-Spiele für Jugendliche so attraktiv sind und wie sie als Erwachsene Möglichkeiten entwickeln, Einfluss auf das Spielverhalten zu nehmen. Auch informierte er über die verschiedenen Spieltypen wie Einzel- oder Gruppenspiele.

„Das Problem ist, dass die meisten Eltern Computerspiele nur aus den Medien kennen“, weiß Becker, der zum dritten Mal zu Gast in Bad Münder war. „So entstehen Assoziationen mit Sucht, Straffälligkeit oder Gewalttätigkeit.“ Dass dies auf die münderschen Teilnehmer zutrifft, zeigte sich, als Becker in die Runde nach einer Erklärung für den Begriff „Egoshooter“ fragte. Die wenigsten wussten, dass das Ziel bei solch einem Spiel ist, seinen computergesteuerten Gegner mit Waffen zu besiegen.

Kindern und Jugendlichen mit dem erhobenen Zeigefinger zu begegnen, sei keine Lösung, so Becker. Statt dessen sollten Erwachsene ihr eigenes Spielverhalten reflektieren und ihr Wissen erweitern, um mit Kindern und Jugendlichen zu kommunizieren.

Computerspiele generell zu verteufeln sei keine Lösung, so der Referent. „Man sollte sich fragen, was ein Jugendlicher in seinem Umfeld braucht, um sich nicht in einem Spiel zu verlieren.“

„Mehr darüber zu erfahren, was Jugendliche am Computer machen und welche potenziellen Gefahren es gibt, waren die Intentionen dieser Veranstaltungsreihe“, so Schieb auf Nachfrage unserer Zeitung. „Daran, dass Vertreter so vieler verschiedener Einrichtungen teilgenommen haben, sieht man, dass wir an einem Strang ziehen“, so der Organisator. „Die Teilnehmer haben den Wunsch geäußert, das Thema zu vertiefen.“

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