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DAK unterstützt die Arbeit der Morbus-Bechterew-Gruppen mit einer 1000-Euro-Spende

"Selbsthilfegruppen schließen große Lücke"

Bückeburg (rc). Einen Schecküber 1000 Euro hat Ewald Stemme, Bezirksgeschäftsführer der DAK Bückeburg, der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew überreicht. Rüdiger Schmidt, niedersächsischer Landesvorsitzende der deutschen Vereinigung Morbus Bechterew, freut sich: "Mit diesem Geld werden wir die Jugend- und Frauenarbeit unterstützen."

DAK- Bezirksgeschäftsführer Ewald Stemme (v.l.) überreicht Rüdig

Unter anderem ist im September ein Seminar für Frauen am Rehazentrum im Eilsen geplant, bei dem speziell Frauen über die Krankheit informiert werden und Hilfe erhalten. Auch ein Wochenendseminar für Jugendliche soll angeboten werden, denn so Schmidts Erfahrung, der übrigens in Luhden wohnt: "Die Krankheit tritt bereits bei 15- bis 16-Jährigen auf." In Deutschland gibt es rund 70 000 Selbsthilfegruppen. Steht bei ihnen Rat und Hilfe im Umgang mit einer Krankheit im Vordergrund, dürften Krankenkassen sie finanziell unterstützen, teilte Stemme weiter mit. Das hielten mehr als 70 Prozent der deutschen Bürger für sinnvoll, wie eine repräsentative Umfrage der DAK ergeben habe. Die Menschen wüssten, dass durch die Arbeit der Gruppen häufig Geld für die Krankenbehandlung gespart werde. Über drei Viertel der deutschen Bevölkerung würden im Falle einer schweren Krankheit eine Selbsthilfegruppe aufsuchen. "Die Menschen haben erkannt, dass viele Selbsthilfegruppen eine wichtige Lücke in unserer hochtechnisierten Apparatemedizin schließen", erklärt Ewald Stemme. Die Arbeit der meist ehrenamtlichen Helfer sei von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft. Das unterstütze die DAK mit ihrer Förderung. Morbus Bechterew ist eine Erkrankung des gesamten Organismus, die sich vorwiegend in der Wirbelsäule manifestiert, dort schmerzhafte Entzündungen der Wirbelgelenke hervorruft und schließlich zu Versteifung, Verknöcherung und Brustkorbstarre führen kann. Die Ursache der Erkrankung ist bisher nicht bekannt. Bislang weiß die Wissenschaft nur, dass das Leiden bis zu einem gewissen Grad anlagebedingt ist; sie vermutet als Auslöser eine Infektion durch bestimmte Darmbakterien.

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