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Hölzerne Überquerung für Fußgänger / Ortsvorsteherin lädt zur Einwohnerversammlung am 9. März

Selbsthilfe in Rehren: Bürger bauen eine Brücke

Rehren (maro). Nachdem Ortsvorsteherin Marita Benito schon seit mehreren Jahren eine Verbesserung des in ihren Augen "unzumutbaren Zustands" für Fußgänger auf der Auebrücke an der Ortsdurchfahrt und Landesstraße anmahnt, lädt sie jetzt alle Einwohner zur Selbsthilfe ein. Ihr Motto: "Bürger bauen eine Brücke".

Mit dieser Aktion soll der bisher nur 80 Zentimeter breite Gehweg durch eine Holzbrücke ergänzt werden, der im Anschluss an den neuen Gehweg an der Rehrener Straße einen bequemen Übergang schafft. Auch wenn dieser Holzweg nur 1,50 Meter breit sein soll, bietet er Müttern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern einen gefahrlosen Begegnungsverkehr. Wie diese Brücke konkret aussehen soll und wie sie finanziert wird, will die Ortsvorsteherin bei einer Einwohnerversammlung am Donnerstag, 9. März, um 18 Uhr im Sitzungssaal der Alten Molkerei vorstellen. Das leidige Geld war bisher das Haupthindernis zum Brückenschlag. Zwar gibt es öffentliche Fördermittel für Gehwege und Nebenanlagen an der Ortsdurchfahrt. Darin nicht enthalten ist allerdings eine Fußgängerbrücke. Weil die Auebrücke nicht Teil der Sanierungsmaßnahmen des Straßenbauamts sein wird, rief die Finanzmisere schon im vorigen Dezember den Auetaler SPD-Ortsverein auf den Plan. Die Spezialisten der "Bau-AG" entwickelten gemeinsam mit dem Bauamt der Gemeinde den Plan für eine Holzkonstruktion mit 13 Metern Spannweite und kümmerten sich um das Genehmigungsverfahren. Inzwischen ist alles weitgehend unter Dach und Fach. Nur die Finanzierung nicht: Zwar wollen handwerklich geschickte Einwohner gemeinsam mit dem Bauhof die Konstruktion errichten, doch es fehlt noch das Geld für den Zuschnitt, das für Holz und sonstiges Baumaterial. Insgesamt etwa 6000 bis 10 000 Euro, von denen sich die Ortsvorsteherin und die anderen Initiatoren gut vorstellen können, dass sie bei einer Sammelaktion im ganzen Auetal zusammenkommen. Da vom Land keine Unterstützung zu erwarten ist, setzt Marita Benito auf die Spendenbereitschaft der Auetaler. Schließlich sei allen Einwohnern der schlechte Straßenzustand bekannt. Dazu wörtlich: "Die Fahrbahn ist holprig, mit Schlaglöchern übersät und sehr uneben. Für Fußgänger ist die Brücke sehr gefährlich.Besonders Kindern und älteren Menschen müssen wir gemeinsam eine Möglichkeit schaffen, sicher über die Brücke zu kommen." Jetzt brennt ihr die Zeit unter den Nägeln, denn: "Sobald die Sanierung der Rehrener Straße und der dortigen neuen Gehwege fertig sind, soll auch die Brücke stehen."

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