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Hilfe nach der Schule: Grips unterstützt Schüler in Salzhemmendorf und Lauenstein

Seit 20 Jahren machen sie schon Hausaufgaben

Salzhemmendorf/Lauen-stein (sto). Jana Lehnhoff weiß es aus eigener Erfahrung: Wer „Grips“ einsetzt, aktiviert seine grauen Zellen und verbessert seine schulischen Leistungen. „Auch bei der Wahl meines Berufes hat mir Grips geholfen“, ist die 17-Jährige überzeugt. Derzeit macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin. Einen Teil ihrer Freizeit widmet die Salzhemmendorferin einigen Schülern, die ihre schulischen Leistungen mit der seit 20 Jahren bestehenden „Grips“-Hausaufgabenhilfe“ verbessern möchten.

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Salzhemmendorf/Lauen-stein (sto). Jana Lehnhoff weiß es aus eigener Erfahrung: Wer „Grips“ einsetzt, aktiviert seine grauen Zellen und verbessert seine schulischen Leistungen. „Auch bei der Wahl meines Berufes hat mir Grips geholfen“, ist die 17-Jährige überzeugt. Derzeit macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin. Einen Teil ihrer Freizeit widmet die Salzhemmendorferin einigen Schülern, die ihre schulischen Leistungen mit der seit 20 Jahren bestehenden „Grips“-Hausaufgabenhilfe“ verbessern möchten. Dass das gut und nachhaltig funktionieren kann, ist für die Grips-Betreuerin keine Frage, hat sie doch selbst neun Jahre lang die Hausaufgabenhilfe in Anspruch genommen. „Meinen ersten Kontakt zu Grips hatte ich bereits als Schülerin der zweiten Klasse“, erinnert sich Jana. Bis zur zehnten Klasse habe sie regelmäßig das Grips-Angebot wahrgenommen. „Ich bin solange dabeigeblieben, weil Grips mir und meinen schulischen Leistungen gutgetan hat“, sagt Jana. Auch die Gemeinschaft mit den anderen Schulkameraden und den Grips-Betreuerinnen habe ihr sehr viel Spaß gemacht. Kaum war sie fertig mit der Schule, wurde die Grips-Schülerin zur Grips-Betreuerin. Auch für Marcel Zeiter steht fest, dass die Hausaufgabenhilfe wesentlich zur Verbesserung seiner schulischen Leistungen beigetragen hat: „Mit Grips ging’s besser in allen Fächern und schneller voran“, betont der 20-Jährige, der längst sein Fachabitur Technik in der Tasche hat und Ingenieur werden möchte. Derzeit werden 28 Schüler und Schülerinnen der zweiten bis zehnten Klasse bei Grips in zwei Gruppen betreut – in der ehemaligen Schule von Lauen-stein, wo die Hausaufgabenhilfe durch drei Betreuer zweimal wöchentlich stattfindet, und in der Schule am Kan-stein in Salzhemmendorf, wo die Kinder von zwei Honorarkräften viermal wöchentlich betreut werden. Für eine Doppelstunde zahlen die Eltern einen Euro. „In den ersten Jahren von Grips wurden auch in anderen Orten des Fleckens Gruppen eingerichtet“, erinnert sich Iris Töpelmann, die mit Dieter Hallier und Walter Pieper zum Grips-Vorstand des Vereins für Kinder- und Jugendbildung im Saaletal gehört. Da mittlerweile auch in einigen Schulen Hausaufgabenhilfe angeboten werde, seien die Gruppen reduziert worden. Im Gegensatz zu früher gebe es auch keine hauptamtliche Kraft mehr. Der Verein finanziere sich aus den Beiträgen der etwa 30 Mitglieder, den Elternbeiträgen, einem Zuschuss der Gemeinde sowie durch Spenden. „Beim zehnjährigen Geburtstag von Grips hatten wir so viel Spenden bekommen, von denen wir bis vor kurzem zehren konnten“, sagt Iris Töpelmann. Nun aber sei es Zeit für eine neue Finanzspritze. Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen von Grips, das am Mittwoch, 16. Juni, gefeiert wird, soll deshalb ein erneuter Spendenaufruf erfolgen. Grips wurde vor 20 Jahren auf Initiative des damaligen Gemeindejugendpflegers, einiger Eltern und Lehrer gegründet. „Einige der ehemaligen Schüler kommen ab und zu auf einen kleinen Besuch bei uns vorbei“, freut sich Töpelmann über die nachhaltige Verbundenheit. Auch die Betreuerinnen und Betreuer möchten den Kontakt zu Grips nicht missen. „Man bleibt an der Jugend dran“, findet die 62-jährige Regine Diederichs.

Das Angebot bleibt gefragt: Hausaufgabenhilfe in der ehemaligen Schule von Lauenstein.

Einige Ehemalige kommen auch immer wieder (v. li.): Marcel, Jana
  • Einige Ehemalige kommen auch immer wieder (v. li.): Marcel, Jana, Anita, Tanja und Henning. Fotos: sto
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