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Sechs Verletzte auf B 217

Hachmühlen. Auf der Bundesstraße 217 hat sich am späten Donnerstagabend um 22.15 Uhr zwischen Hachmühlen und Hasperde ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem nach Angaben der Polizei sechs Männer leicht verletzt und zwei Autos vermutlich total beschädigt wurden. Ausgelöst wurde die Karambolage durch ein Wildschwein. In einem der beteiligten Fahrzeuge saßen drei Spieler der TSV Grohnde, die gerade in Eimbeckhausen ihre Tabellenführung verteidigt hatten. Den Fußballern gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte TSV-Spartenleiter Michael Klimasch gestern. Einer von zwei Zuschauern, die ebenfalls in dem VW Golf gesessen hatten, liege aber noch zur Beobachtung im Krankenhaus. Der Fan sei kurzzeitig bewusstlos gewesen, erzählt Klimasch. Nach Angaben der Polizei Bad Münder war ein Wildschwein über die Straße gelaufen. Es wurde von einem Mazda erfasst, dessen Fahrer (37) dadurch die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Das Auto prallte wie ein Pingpong-Ball rechts und links gegen die Leitplanken und drehte sich dann um 180 Grad. Der VW Golf, der von Torjäger Christopher Thomas (27) gesteuert wurde, kam trotz einer Vollbremsung nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und prallte frontal mit dem wohl bereits stehenden Mazda zusammen.

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Durch die Wracks waren die beiden Spuren in Richtung Hameln blockiert, sodass sich Staus bildeten. Deshalb hatte die Feuerwehr Hachmühlen Probleme, rasch bis zur Unfallstelle vorzudringen. Aufgrund der Enge war es schwer, eine Rettungsgasse zu bilden. Feuerwehrleute, die mit einem Löschfahrzeug anrückten, mussten erst aussteigen und die Autofahrer bitten, nach rechts rüberzufahren. Ein Kommandowagen und ein Tanklöschfahrzeug fuhren deshalb mit Blaulicht und Sirene vorsichtig auf der Gegenfahrbahn bis zum Ende der Mittelleitplanke und dann entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Einsatzort. „Das war schon eine riskante Sache“, meint Ortsbrandmeister Stephan Tschöke. Auch ein Abschleppwagen war später als „Falschfahrer“ unterwegs. Die Feuerwehrleute sind sich einig: Das Problem müsse rasch gelöst werden, damit es in Zukunft nicht zu Verzögerungen bei Rettungseinsätzen komme.ube

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